Gesundheitspolitik
Coronakrise

Herdenimmunität für heuer eher illusorisch

Eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus in Österreich bis Jahresende ist laut Experten unwahrscheinlich. Diese werde „heuer sehr schwer erreichbar sein“, sagte die Medizinerin Eva Höltl von der Initiative „Österreich impft“ am Freitag bei einer Pressekonferenz. Bisher wurden über 1,6 Millionen Einwohner geimpft, rund 22 Prozent der impfbaren Bevölkerung ab 16 Jahren. Die Jüngeren sind „eine Gruppe von einer Million, die heuer sicher nicht geimpft wird“, erläuterte Höltl.

Gesundheitspolitik
Coronavirus

Bisher 23 Infektionen bei geimpften KAGes-Mitarbeitern

Bei der Steiermärkischen Krankeanstaltengesellschaft (KAGes) werden seit Beginn der Corona-Schutzimpfungen auch Zahlen über Infektionen trotz Immunisierung erhoben. Klaus Vander, ärztlicher Leiter vom Institut für Krankenhaushygiene und Mikrobiologie, zufolge sind bei den rund 13.900 geimpften Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 23 Covid-19-Infektionen festgestellt worden. „Damit war zu rechnen“, sagte er zur , denn die Impfung biete nun mal keinen 100-prozentigen Schutz.

Günther Weiss Infektiologe
Gesundheitspolitik
Corona-Verordnungen

„Lockdown als Maßnahme stumpf geworden"

Der Innsbrucker Infektiologe und Direktor der Uni-Klinik für Innere Medizin, Günter Weiss, hält die Lockdown-Maßnahmen, wie sie etwa in Wien und Niederösterreich noch vorerst bis 2. Mai gelten, für nicht mehr zielführend. „Die Effizienz dieser Lockdowns hat sich abgenutzt. Die Maßnahme ist stumpf geworden, Lockdowns bringen nicht mehr viel hinsichtlich der Kontrolle des Infektionsgeschehens“, sagte Weiss im APA-Interview. Der Experte plädierte für Öffnungsschritte im Mai.

Chronologische Reihenfolge weiterer Artikel

https://www.medinlive.at/aufmacher
Wissenschaft
Genetik

Neu entdeckter Gendefekt verursacht überschießende Immunreaktion

Forschende der St. Anna Kinderkrebsforschung haben mit Kollegen aus Finnland und Schweden eine neue Form einer Erbkrankheit entdeckt: Ein genetisch bedingter Mangel des Proteins RhoG hebt die normale zytotoxische Funktion bestimmter Immunzellen auf. Dadurch wird eine lebensbedrohliche Krankheit namens hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH) ausgelöst, berichteten die Autoren der in der Fachzeitschrift „Blood“ veröffentlichten Studie.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Wissenschaft
Impfung

Medizinerin: Herdenimmunität heuer sehr schwer erreichbar

Eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus in Österreich bis Jahresende ist laut Experten unwahrscheinlich. Diese werde „heuer sehr schwer erreichbar sein", sagte die Medizinerin Eva Höltl von der Initiative „Österreich impft“ am Freitag bei einer Pressekonferenz. Bisher wurden über 1,6 Millionen Einwohner geimpft, rund 22 Prozent der impfbaren Bevölkerung ab 16 Jahren. Die Jüngeren sind „eine Gruppe von einer Million, die heuer sicher nicht geimpft wird", erläuterte Höltl.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Corona-Impfstoff

Covax hofft auf weitere zwei Milliarden Dollar für Impfstoffe

Die internationale Covax-Initiative benötigt weitere zwei Milliarden Dollar zur Bereitstellung von Corona-Impfungen für ärmere Länder. Dazu startete die Initiative am Donnerstag eine Finanzierungskampagne. „Menschen auf der ganzen Welt sollten Zugang zu streng getesteten, sicheren und wirksamen Covid-19-Impfstoffen haben“, sagte US-Außenminister Antony Blinken. Solange das Virus sich auf der Welt ausbreite, stelle es eine Bedrohung für die gesamte Weltbevölkerung dar.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Coronakrise

Kein weiterer Versuch für Eintrittstests

Nachdem der Bundesrat zuletzt Änderungen beim Epidemie- und Covid-19-Maßnahmengesetz für acht Wochen blockiert hat, ist nun auch der Versuch gescheitert, zumindest für einen Teil des Pakets, darunter vor allem die Eintrittstests im Handel, doch noch einen Parlamentsbeschluss im April zu erwirken. Im Gesundheitsausschuss des Nationalrats am Donnerstag wurde kein entsprechender Antrag - auch keine „Trägerrakete“ für eine Abänderung im Plenum - eingebracht.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesellschaft
Podcast

Corona Collaterals

Seit 4. März gibt es die Podcast-Serie „Corona Collaterals“ des Austrian Health Forums, wo über die Situation chronisch kranker Menschen in der Corona-Krise gesprochen wird. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie es all jenen geht, die das Gesundheitssystem auch außerhalb der Krise besonders dringend brauchen und nun viel weniger Aufmerksamkeit erhalten. Jede Woche kommen so in einer Folge Betroffene, Angehörige, Mediziner, Ökonomen oder Patientenvertretern zu Wort und zeigen spannende Perspektiven auf.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Coronavirus

In England sollen flächendeckend „Long-Covid“-Zentren entstehen

In England sollen flächendeckend Zentren zur Behandlung von Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung (Long Covid) geschaffen werden. Das kündigte der Chef des englischen Gesundheitsdiensts NHS, Simon Stevens, am Mittwoch an. Bis Ende des Monats solle es bereits 83 solcher Zentren in ganz England geben.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesellschaft
Corona-Impfstoff

Sputnik für russisches Botschaftspersonal in Wien angekommen

Eine erste Lieferung des russischen Corona-Impfstoffs Sputnik V ist in Österreich angekommen. Der Impfstoff ist für das Personal der russischen Vertretungen in Österreich vorgesehen. Mit dem Impfen werde nächste Woche begonnen, teilte die russische Botschaft am Donnerstag auf Twitter mit. „Auf geht's!“ („Поехали!“), steht auf Russisch bei dem Tweet dabei - unter Anspielung auf den Ausruf des ersten Menschen im Weltall, Juri Gagarin, bei seinem Flug vom 12. April 1961.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Wissenschaft
Coronavirus

Mögliches MSD-Medikament nun außerhalb von Spitälern getestet

Ein mögliches Covid-19-Medikament des Pharmariesen MSD, Merck Sharp & Dohme (Merck & Co in USA und Kanada) wird nun nur noch außerhalb von Spitälern getestet. Die oral eingenommene Tablette Molnupiravir habe in den Phase-II-Studien „ein positives Nutzen/Risiko-Profil“ gezeigt, teilte MSD Österreich am Donnerstagnachmittag mit. Die nun beginnende Phase III werde sich ausschließlich auf den ambulanten Sektor konzentrieren, „da hier die größtmögliche Wirkung zu erwarten ist“.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Corona-Impfstoff

Norwegen vertagte endgültige Entscheidung zu AstraZeneca

Nach Dänemark könnte auch Norwegen dauerhaft auf den Corona-Impfstoff von AstraZeneca verzichten - eine Entscheidung dazu hat die Regierung in Oslo nun aber zunächst vertagt. Ein endgültiger Entschluss werde erst gefasst, nachdem ein Expertenausschuss bis zum 10. Mai seine Einschätzung zum Einsatz des Impfstoffes sowie zum Mittel des US-Herstellers Johnson & Johnson gegeben habe, sagte Gesundheitsminister Bent Hoie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Oslo.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Positionswechsel

Bernhard Benka folgt Franz Allerberger in der AGES nach

Bernhard Benka, derzeit Leiter der Abteilung für übertragbare Krankheiten, Krisenmanagement und Seuchenbekämpfung im Gesundheitsministerium, wird mit 1. September Leiter des Geschäftsfeldes Öffentliche Gesundheit in der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Er folgt in dieser Funktion Franz Allerberger nach, der mit Ende August in Pension geht.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Corona-Impfstoff

Tschechien und Slowakei setzen weiter auf Sputnik V

Tschechien und die Slowakei rechnen in ihren Impfstrategien fest mit dem russischen Impfstoff Sputnik V. Dies bestätigten der tschechische Regierungschef Andrej Babis und sein slowakischer Amtskollege Eduard Heger auf einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag in Prag. Die Slowakei wolle Sputnik schon Anfang Mai einsetzen, sobald die Prüfung des eingelangten Impfstoffs abgeschlossen sei, sagte Heger bei seinem Antrittsbesuch im Nachbarland.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Corona-Impfung

63.000 Impftermine für Risikopatienten in Wien geöffnet

Die Stadt Wien hat heute, Donnerstag, 63.000 Impftermine für Risikopatienten unabhängig vom Alter geöffnet. Damit sollen auch jüngere Personen aus dieser Gruppe bis Ende April immunisiert werden, informierte das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ). Geimpft wird ab Montag das Vakzin Biontech/Pfizer.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesundheitspolitik
Angelobung

Mückstein am Montag beim Bundespräsidenten, am Mittwoch im Parlament

Montag um 10 Uhr wird der neue Gesundheits- und Sozialminister Wolfgang Mückstein (Grüne) von Bundespräsident Alexander Van der Bellen angelobt, am Mittwoch hat er seine Parlamentspremiere. Der Nachfolger Rudolf Anschobers wird sich am ersten der beiden Plenartage den Abgeordneten präsentieren. Ob er da gleich den Gesetzesbeschluss für Zutrittstests zum Handel erleben wird, hängt von den Beratungen im Gesundheitsausschuss ab, die Donnerstagnachmittag noch liefen.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesellschaft
Krankheiten

Röteln in Deutschland weitgehend eliminiert, Masern nicht

Die Röteln gelten in Deutschland als weitgehend eliminiert. Die ansteckende Krankheit trat laut Definition der Weltgesundheitsorganisation zuletzt nicht mehr endemisch auf, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstag mitteilte. In den Jahren 2018 und 2019 wurden jeweils 58 Rötelnfälle übermittelt. Im vergangenen Jahr waren dem RKI lediglich 18 Fälle gemeldet worden.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Wissenschaft
Coronavirus

Internationale Experten betonen Bedeutung des Lüftens im Kampf gegen Corona

Internationale Wissenschaftler haben in einer Stellungnahme die Bedeutung des Lüftens im Kampf gegen die Corona-Pandemie hervorgehoben. Die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem neuartigen Coronavirus anzustecken, sei viel höher beim Einatmen des Virus auf kurze Distanz als durch den Kontakt mit verunreinigten Oberflächen oder einen Kontakt auf große Distanz, schrieben internationale Experten in einem Kommentar, der am Donnerstag im medizinischen Fachblatt „BMJ“ veröffentlicht wurde.

https://www.medinlive.at/aufmacher
Gesellschaft
Coronavirus

Ärzte ohne Grenzen sehen wegen Covid-19 „humanitäre Katastrophe“ in Brasilien

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) sieht Brasilien angesichts der anhaltenden Ausbreitung des Coronavirus in einer „humanitären Katastrophe“. „Fehlender politischer Wille, auf die Pandemie angemessen zu reagieren, ist für den Tod tausender Brasilianer verantwortlich“, erklärte die Organisation am Donnerstag. Auch gut ein Jahr nach dem Beginn der Pandemie gebe es keine effiziente und koordinierte Reaktion auf die Gesundheitskrise.