Coronavirus-Impfstoff

Italien drückt auf Bremse, 60 Prozent weniger Vakzine

Angesichts anhaltender Engpässe bei der Lieferung von Corona-Vakzinen muss Italien bei den Immunisierungen auf die Bremse steigen. Die Gesundheitsbehörde hat inzwischen den Plan für die am 27. Dezember begonnene Impfkampagne geändert. "Wir haben mit einem Impfplan begonnen, der die Lieferung von 28,6 Millionen Dosen vorsah. Jetzt arbeiten wir an einem Plan mit 11,2 Millionen Dosen, das sind 60 Prozent weniger", sagte der zuständige Regierungskommissar Domenico Arcuri im TV.

red/Agenturen

Bis zur Kürzung der Lieferungen sei Italien das EU-Land mit den meisten geimpften Menschen gewesen. 80.000 Personen pro Tag waren bis zu diesem Zeitpunkt immunisiert worden. Derzeit werden täglich 34.000 Personen geimpft. Bisher haben in Italien 1,93 Millionen Personen die Impfung verabreicht bekommen.

Die italienische Arzneimittelbehörde hatte vergangene Woche den Corona-Impfstoff von Astrazeneca zugelassen, allerdings nur für Erwachsene bis zum Alter von 55 Jahren. Menschen über 55 Jahre und besonders anfällige Menschen sollten bevorzugt mit den auf mRNA-Technologie basierenden Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna geimpft werden. Zur Begründung erklärte die Behörde, es bestünden "gewisse Unsicherheiten" über die Wirksamkeit des Mittels bei älteren Menschen, da diese Altersgruppe bei den klinischen Test nur "schlecht vertreten" gewesen sei.