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ECDC skeptisch

EU-Gesundheitsbehörde: Nur geringer Mehrwert bei FFP2-Masken

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC steht dem zusätzlichen Nutzen von FFP2-Masken im Alltag skeptisch gegenüber. „Der erwartete Mehrwert der universellen Verwendung von FFP2-Atemschutzmasken in der Gemeinschaft ist sehr gering“, teilte die in Stockholm ansässige Behörde am Mittwoch mit.

red/Agenturen

„Auch rechtfertigen die potenziellen Kosten und Schäden keine Empfehlung für ihre Verwendung in der Öffentlichkeit anstelle von anderen Arten von Masken“, bestätigte ein Behördensprecher der APA am Mittwoch einen Bericht der „Presse“. Entsprechende Studien-Ergebnisse werden veröffentlicht, ein genauer Zeitpunkt wurde nicht genannt.

Das Auftreten neuer SARS-CoV-2-Varianten erfordere zudem keine anderen Arten von Masken, als jene die bereits in Verwendung seien, hieß seitens der Behörde weiter. Seit 25. Jänner ist das Tragen einer FFP2-Maske in Österreich in öffentlichen Verkehrsmitteln und im Handel verpflichtend, ab 8. Februar auch überall dort, wo bisher ein Mund-Nasenschutz vorgeschrieben war - an allen öffentlichen Orten in geschlossenen Räumen, an Arbeitsorten und bei derzeit erlaubten Veranstaltungen wie Begräbnisse.

Die ECDC unterstützte derzeit das Tragen von FFP2-Masken nicht, bekräftigte auch EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides am Mittwoch. Es sei tatsächlich so, dass „die Beweise für einen stärkeren Nutzen nicht so sehr gegeben sind, dass das unbedingte Tragen einer FFP2-Maske nahegelegt“ werden sollte. Es könnten auch nicht-medizinische Masken verwendet werden. Wichtig, betonte Kyriakides weiter, sei es aber, dass eine Maske korrekt getragen werden.