Corona-Verordnungen

Ost-Lockdown: Burgenland lässt Entscheidung noch offen

Das Burgenland lässt die Entscheidung über die weitere Vorgangsweise beim Corona-Lockdown noch offen. Diese soll am morgigen Mittwoch kommuniziert werden. Inzwischen werden noch Gespräche mit Experten und der Wirtschaftskammer geführt. Die Kammer bestätigte einen intensiven Austausch, Ziel sei es, so schnell wie möglich aus dem Lockdown zu kommen, hieß es zur APA am Dienstag.

red/Agenturen

Der Lockdown im Burgenland gilt zunächst bis 18. April. Ob er dann tatsächlich endet oder verlängert wird, ließ Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ) noch offen. Die Auslastung der Intensivstationen war zwar weiterhin sehr hoch, die Sieben-Tages-Inzidenz aber im Sinken. Und da der Weg der Regionalisierung eingeschlagen worden sei, werde es letztlich eine Entscheidung nach regionalen Gesichtspunkten geben, hatte es am Montag geheißen.

Um die bereits sehr hohe Testintensität noch zu verdichten, werden auch Gespräche mit der Wirtschaftskammer geführt. Diese freute sich über die Einbindung und betonte, man sei bereit, viele Tests niederschwellig zu machen.

Zahlen auf Intensivstationen leicht fallend

Auf den Intensivstationen habe sich im Burgenland in den vergangenen Tagen eine leichte Entspannung eingestellt, man bewege sich aber weiter auf einem sehr hohen Niveau, hieß es vonseiten des Koordinationsstabs Coronavirus gegenüber der APA. Die Zahlen seien derzeit nicht steigend, sondern leicht fallend. Zuletzt sei die Anzahl der Covid-19-Patienten täglich um einen gesunken. Nach dem Höchststand von 26 Intensivpatienten am vergangenen Freitag liege man nun bei 21.

Die Krankenhausbetreiber KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten Ges.m.b.H.) und Barmherzige Brüder betonten, dass die Lage auf den Intensivstationen weiterhin angespannt sei. Derzeit spüre man, wie erwartet, die hohen Inzidenzzahlen von vor zwei Wochen, sagte ein Sprecher der KRAGES. Im Spital der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt sprach man davon, dass noch keine Entwarnung möglich sei. Bei der Situation auf den Intensivstationen habe sich „noch nicht viel getan“, betonte eine Sprecherin. Man müsse abwarten, zumal sich Veränderungen bei der Zahl der Neuinfektionen erst in zwei bis drei Wochen in den Spitälern zeigen würden.

Wien und Niederösterreich hatten am Montagabend angesichts der angespannten Lage in den Spitälern und vor allem auf den Intensivstationen eine Verlängerung des Lockdowns bis 2. Mai angekündigt.