Coronavirus

Mögliches MSD-Medikament nun außerhalb von Spitälern getestet

Ein mögliches Covid-19-Medikament des Pharmariesen MSD, Merck Sharp & Dohme (Merck & Co in USA und Kanada) wird nun nur noch außerhalb von Spitälern getestet. Die oral eingenommene Tablette Molnupiravir habe in den Phase-II-Studien „ein positives Nutzen/Risiko-Profil“ gezeigt, teilte MSD Österreich am Donnerstagnachmittag mit. Die nun beginnende Phase III werde sich ausschließlich auf den ambulanten Sektor konzentrieren, „da hier die größtmögliche Wirkung zu erwarten ist“.

red/Agenturen

Die bisher abgeschlossenen klinischen Studien umfassten erkrankte Personen mit milden oder moderaten Verläufen im ambulanten Bereich wie auch schwerere Verläufe im Krankenhaus, hieß es in der Aussendung. Das neue Medikament habe das Potenzial, nach einer Infektion durch Hemmung der Virusvermehrung auch die Viruslast im Körper zu reduzieren. Ergebnisse der Phase-III-Studien werden in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

„Unser Ziel ist es, ein als Tablette einzunehmendes Medikament zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten auf den Markt zu bringen und damit eine zielgerichtete Therapie zu ermöglichen“, erläuterte Ina Herzer, Geschäftsführerin MSD Österreich. „Wir erhoffen uns, mit Molnupiravir einen bedeutenden Beitrag zur Pandemiebekämpfung leisten zu können.“ Für kommendes Jahr plant MSD den Start eines klinischen Programms zur Evaluierung von Molnupiravir zur Unterbrechung der Covid-19-Infektionskette bei Nahkontaktpersonen. Die Österreich-Tochter ist nicht direkt an der Entwicklung des Medikaments beteiligt.

 

„Unser Ziel ist es, ein als Tablette einzunehmendes Medikament zur Behandlung von SARS-CoV-2-Patienten auf den Markt zu bringen und damit eine zielgerichtete Therapie zu ermöglichen.“ Ina Herzer, Geschäftsführerin MSD Österreich.