Corona-Pandemie

Weniger neue Fälle in Wien, etwas mehr Spitalspatienten

Am heutigen Dienstag wird Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) das weitere Vorgehen in Bezug auf den Corona-Lockdown bekannt geben. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Infektionsgeschehen in der Stadt und die Lage in den Spitälern. Die momentane Situation fasste ein Sprecher des medizinischen Krisenstabes auf APA-Nachfrage zusammen: „Die Neuinfektionen sind weiter rückläufig, bei den Spitalsbetten geht es langsamer. Da sind die Zahlen nach wie vor auf höherem Niveau.“

red/Agenturen

Für den gestrigen Montag wurden 354 positive Test-Befunde eingemeldet, hieß es in einer Aussendung des medizinischen Krisenstabes am Dienstag. Inklusive Nachmeldungen und abzüglich von Datenbereinigungen aus den vergangenen Tagen gibt es gar nur 176 neue Fälle.

Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in der Bundeshauptstadt 132.296 positive bestätigte Testungen und 2.163 Todesfälle aufgrund von bzw. an den Folgen von Covid-19 dokumentiert. Aktiv an der Erkrankung laborieren 4.639 Personen, wieder gesund sind 125.494.

Am gestrigen Montag wurden in Wien besonders viele, nämlich insgesamt 63.434 Corona-Testbefunde eingemeldet, davon 47.253 PCR-Tests und 60.891 Antigen-Schnelltests. Konkrete Gründe für die überaus hohe Zahl an eingemeldeten Testbefunden konnte der Krisenstab-Sprecher nicht ausmachen: „Uns ist nichts Besonderes aufgefallen. Es haben sich einfach mehr Leute testen lassen.“ Eventuell könnte die Öffnung der Schule am gestrigen Montag eine Rolle gespielt haben, lautete eine Vermutung.

„Spürbarer Abwärtstrend“

In den Wiener Spitälern zeigte sich unterdessen ein etwas ambivalentes Bild: Im 24-Stunden-Vergleich gab es eine Zunahme an Corona-Patientinnen und -Patienten, auch auf den Intensivstationen. Im Wochenvergleich zeigen die Daten unterdessen einen deutlichen Rückgang bei den Covid-Belagszahlen.

Laut Daten des Innen- und Gesundheitsministeriums müssen derzeit 629 Patientinnen und Patienten aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus in einem Krankenhaus versorgt werden. Das sind um 38 mehr als noch am gestrigen Montag (plus 6,4 Prozent), allerdings auch um 73 weniger als noch vor einer Woche (minus 10,4 Prozent).

Von den 629 Erkrankten müssen 186 intensivmedizinisch betreut werden. Das sind um drei mehr als am gestrigen Montag (plus 1,6 Prozent) und um 25 weniger als noch vor einer Woche (minus 11,8 Prozent). Der Wiener Gesundheitsverbund, Träger der städtischen Spitäler, der gemeinsam mit den Ordensspitälern für Behandlung von Covid-Patientinnen und -Patienten zuständig ist, sprach zuletzt von einem „spürbaren Abwärtstrend“. Vor nicht allzu langer Zeit, Anfang April mussten bis zu 245 Personen aufgrund einer Coronavirus-Infektion intensivmedizinisch betreut werden.