Implantierter Chip zur Gesundheitsüberwachung

Jeder dritte Deutsche kann sich vorstellen, sich einen Chip implantieren zu lassen, um seine Gesundheitsdaten zu überwachen. In einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage des Digitalverbands Bitkom zeigten sich 32 Prozent offen dafür. Gut zwei Drittel - 68 Prozent - der Deutschen ab 16 Jahren haben demnach schon von der Möglichkeit, sich Chipimplantate einsetzen zu lassen, gehört.

red/Agenturen

2014 waren Chipimplantate noch unbekannter, nur 42 Prozent hatten damals schon mal etwas davon gehört. Vor fünf Jahren konnten sich auch nur 19 Prozent vorstellen, sich einen Chip implantieren zu lassen.

Vor allem ältere Menschen zeigten in der aktuellen Umfrage großes Interesse an Chipimplantaten. Vier von zehn Befragten über 65 Jahren können sich vorstellen, sie zu benutzen. Die Jüngeren zwischen 16 und 29 Jahren sind skeptischer, mit 22 Prozent interessiert sich nur etwa jeder Fünfte interessiert sich dafür.

„Bei älteren Menschen könnte ein implantierter Chip bereits sehr konkret den Alltag verbessern, etwa, wenn bei verschlechterten Werten der behandelnde Arzt oder im Fall der Fälle automatisch ein Notruf abgesendet wird", erklärte Bitkom-Geschäftsführer Bernhard Rohleder. Damit könne ein längeres eigenständiges Wohnen in den eigenen vier Wänden möglich werden.

Bereits heute gebe es mit Smartphoneapps Möglichkeiten, den eigenen Gesundheitszustand zu kontrollieren und auszuwerten, erklärte Bitkom. Der Vorteil sei, dass sich Entwicklungen einfacher überblicken ließen. Für die Umfrage wurden 1007 Menschen ab 16 Jahren telefonisch befragt. Darunter befanden sich 854 Internetnutzer.

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Vor allem ältere Menschen zeigten in der aktuellen Umfrage großes Interesse an Chipimplantaten. Vier von zehn Befragten über 65 Jahren können sich vorstellen, sie zu benutzen.
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