Urologie

Beratungsangebot für Betroffene zur Welt-Kontinenz-Woche

Die Medizinische Kontinenzgesellschaft (MKÖ) bietet zur Welt-Kontinenz-Woche von 21. bis 25. Juni ein Online-Programm, um Inkontinenz-Betroffenen zu helfen und das Bewusstsein für die Krankheit zu steigern. „Der Kontrollverlust geht mit dem Verlust an Selbstachtung und Selbstvertrauen einher. Viele Betroffene ziehen sich aus Angst vor einem 'peinlichen Missgeschick' immer mehr zurück und vereinsamen“, sagte MKÖ-Präsidentin Michaela Lechner am Mittwoch in einer Aussendung.

red/Agenturen

Etwa eine Million Österreicher leiden an einer Blasen- oder Darmschwäche. Weltweit sind es etwa zehn bis 15 Prozent. „Inkontinenz ist zwar nicht gefährlich, jedoch enorm belastend“, bekräftigte Lechner. „Unser Ziel ist es, mehr Bewusstsein für das immer noch stark tabuisierte Thema Inkontinenz zu schaffen und Informationen anzubieten, die zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten beitragen“, führte die MKÖ-Präsidentin aus.

Eine Behandlung kann unter anderem durch gezieltes Beckenbodentraining, Medikamente oder eine Operation erfolgen. Im Rahmen der Welt-Kontinenz-Woche wird der Fokus vor allem auf Fragen der Betroffenen und das mit Inkontinenz verbundene Tabu gelegt. Geboten werden Online-Vorträge, Frage-Chats und Live-Diskussionen. Die Teilnehmer können dabei online, anonym und kostenlos von 21. bis 25. Juni Kontinenz- und Stomaberater befragen und sich beraten lassen.

Kontinenzgesellschaft