Spitalsärzte

COVID-Prämie in Form von Urlaub oder Geld

Eine rezente Blitzumfrage der Wiener Ärztekammer hat ergeben, dass Spitalsärztinnen und -ärzten eine COVID-Prämie in Form von zusätzlichem Urlaub oder Geld für ihre Mühen während der Corona-Pandemie gleich wichtig ist. Gerald Gingold, Vizepräsident und Obmann der Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien, fordert deshalb eine freie Wahl der Form der COVID-Prämie für Spitalsärztinnen und -ärzte.

red

Der kürzlich ins Leben gerufene Spitalsärzte-Trendmonitor richtet sich an alle angestellten Ärztinnen und Ärzte in Wien und fragt ab sofort immer wieder aktuelle Themen, die die Ärzteschaft betreffen, ab. Die jüngste Fragestellung lautete, ob den Befragten zusätzliche Zeit für Erholung wichtiger ist als eine Prämie, oder ob man doch eine monetäre Prämie erwartet.

Das Ergebnis ging unentschieden aus: Jeweils 50 Prozent der Befragten stimmten für zusätzliche Zeit zur Erholung beziehungsweise für eine Einmalzahlung. Für mich ist die Sache eindeutig. Erholung ist den Kolleginnen und Kollegen aufgrund der massiven Überbelastung inzwischen genauso wichtig wie Geld, betont Gingold und fordert: „Das Resultat dieses Stimmungsbilds kann nur eine Forderung nach freier Wahl der Form der COVID-Prämie für alle Ärztinnen und Ärzte sein.“

Kürzlich hat die Kurie angestellte Ärzte der Ärztekammer für Wien eine Resolution verabschiedet, in der man von Bundesregierung und Wiener Stadtregierung eine substanzielle und steuerfreie Prämie für alle Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich forderte. Diese Prämie solle auch weiterhin allen ausbezahlt werden, die sich für das Geld entscheiden, so Gingold.

Die Corona-Pandemie hat laut der ebenfalls vor Kurzem durchgeführten großen Spitalsärzte-Befragung viele Ärztinnen und Ärzte sowohl emotional als auch körperlich überbelastet. „Nur ein ausgeruhtes Gesundheitspersonal kann auch gute Arbeit leisten, und diese Zeit zur Entlastung muss dringend gewährt werden.“ mahnt Gingold ein.

Resolution