Coronavirus

Studie in Burgenland-Modellregion pausiert

Die Corona-Studie in der Modellregion Neusiedl am See und Parndorf wird per Juli in Sommerpause gehen. Ziel war es, die Öffnungsschritte im Burgenland, das den Ost-Lockdown am 18. April beendet hat, wissenschaftlich zu begleiten. Umweltmediziner Hans-Peter Hutter zeigte sich am Donnerstag mit den bisherigen Ergebnissen zufrieden.

red/Agenturen

Die Studie werde über den Sommer aufgrund der derzeitigen positiven Infektionslage ausgesetzt, bestätigte Hutter einen Bericht der Wochenzeitung „BVZ". Er schlug vor, die Untersuchung im Herbst abhängig von der epidemiologischen Lage fortzusetzen. Angesichts des Impffortschritts müsse man sich nun aber überlegen, wie man die Menschen zum Testen animiert, gab Hutter zu bedenken.

Aus den bisherigen Ergebnissen zog der Umweltmediziner jedenfalls ein positives Fazit. Die Öffnung hat aus seiner Sicht aufgrund der flankierenden Maßnahmen und die Impfungen auf das Infektionsgeschehen keine Nachteile, jedoch für das soziale Zusammenleben Vorteile gebracht, zeigte sich Hutter überzeugt: „Testen, impfen und zumutbare Maßnahmen - damit funktioniert es." Im Zuge der Studie seien bisher tausende Tests durchgeführt worden. Eine Vollerhebung sei zwar nicht möglich gewesen, die Zahl der Teilnehmer sei jedoch ausreichend für eine statistische Aussage gewesen.

Laut „BVZ" wurden seit Projektbeginn Mitte April in Neusiedl und Parndorf insgesamt 27.915 Tests ausgegeben. 24.347 davon in den Teststraßen und 3.408 für zuhause. Die Testaktion soll in beiden Gemeinden auch über den Sommer fortgeführt werden.