Frauengesundheit

Mediziner wichtigste Informationsquelle

Fast 90 Prozent der Österreicherinnen erhalten beim Gynäkologen nach eigenen Angaben ausreichend Informationen zum Thema Verhütung. Am häufigsten verwenden Frauen die Pille (17,6 Prozent), wie eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Pharmaunternehmens Gynial ergab.

red/Agenturen

Im Rahmen der Umfrage wurden im Jänner 2019 von Marketagent.com Tausend Österreicherinnen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Drei von vier Frauen (75,3 Prozent) informierten sich beim Arzt über ihre aktuelle Verhütungsmethode. Für jüngere Frauen ist das Internet eine wichtige Informationsquelle: 40,9 Prozent der 18-bis 29-Jährigen gaben an, in puncto Verhütung im Netz zu recherchieren. Mit engen weiblichen Bezugspersonen, etwa der Mutter oder einer Freundin, sprach eine von vier Frauen (23,3 Prozent), vor allem die Österreicherinnen bis 40 Jahre.

Jede zweite Befragte (50,7 Prozent) gab an, über die Risikofaktoren Hormone und Rauchen aufgeklärt worden zu sein. Ein gutes Drittel (35,3 Prozent) erhielt Informationen zum Thema Übergewicht, knapp ein Viertel (24,1 Prozent) zu Bluthochdruck. Besonders viele Frauen der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen (44,9 Prozent) verhüten mit der Pille. Zweitbeliebtestes Verhütungsmittel der Österreicherinnen ist mit 15,4 Prozent das Kondom. Auf dem dritten Platz befindet sich mit 5,8 Prozent die Hormonspirale.

Mehr als die Hälfte - 53,9 Prozent - der österreichischen Frauen gab an, regelmäßig ein Mal pro Jahr zur Routinekontrolle zum Gynäkologen zu gehen, 16,5 Prozent tun dies sogar zweimal jährlich. 79,1 Prozent gaben an, dabei regelmäßig einen Krebs-Abstrich des Gebärmutterhalses machen zu lassen. Mit einem positiven PAP-Abstrich waren bereits 15,6 Prozent der Österreicherinnen konfrontiert. Von diesen hatten 39,1 Prozent einen operativen Eingriff, der in 45,9 Prozent aller Fälle innerhalb von drei Monaten erfolgte. 11,9 Prozent der österreichischen Frauen gehen hingegen selten oder nie zum Gynäkologen.

Mehr als ein Viertel der Frauen nimmt „PIlle“

Zum ersten Mal Geschlechtsverkehr hatten Frauen in Österreich laut der Umfrage mit durchschnittlich 16,7 Jahren. Frauen, die jetzt in der Altersgruppe zwischen 60 und 65 Jahren sind, hatten ihr erstes Mal im Vergleich durchschnittlich erst mit 18,3 Jahren. Mehr als die Hälfte (52,4 Prozent) der im vergangenen Jahr befragten Österreicherinnen verhütete beim ersten Mal mit Kondom. Mehr als ein Viertel (26,7 Prozent) der Befragten nahm die Pille ein. Jede Zehnte (9,8 Prozent) gab an, lediglich „aufgepasst" zu haben - damit rangierte das „Aufpassen" unter den Top Drei-„Verhütungsmethoden" beim ersten Mal.

52,9 Prozent der 18- bis 49-jährigen Österreicherinnen, die keine Kinder haben, meinten, sie hätten aktuell einen Kinderwunsch. Im Durchschnitt möchten sie diesen mit 29,6 Jahren erfüllen. Während der Schwangerschaft beschäftigten die werdenden Mütter in erster Linie die Themen Geburt, Stimmungsschwankungen und schlechter Schlaf. Mehr als die Hälfte der Befragten gab an, dass sie in dieser Lebensphase emotional gefordert oder zum Teil sogar verängstigt waren. Auch die Vorsorgeuntersuchungen wurden von 28,1 Prozent aller schwangeren Frauen als teilweise beängstigend empfunden.

Zum Thema Schwangerschaft informierten sich 65,3 Prozent der österreichischen Frauen beim Arzt, 44,2 Prozent konsultierten Bücher, 38,1 Prozent recherchierten im Internet und 29,7 Prozent fragten ihre Mutter um Rat. Je jünger die Befragten waren, desto häufiger wurden digitale Medien zur Informationssuche genutzt. 57,6 Prozent der 18- bis 29-Jährigen verwendeten das Internet, jedoch nur 21,9 Prozent in der Altersgruppe der 40- bis 49-Jährigen.

Im Durchschnitt kommt die österreichische Frau mit 48,9 Jahren in die Wechseljahre. Der Arzt ist auch beim Thema Menopause die am häufigsten konsultierte Informationsquelle (50,4 Prozent). 29,2 Prozent der Frauen recherchierten im Internet, 18,9 Prozent gaben an, mit einer nahen weiblichen Bezugsperson darüber zu sprechen. Hauptsymptom der Wechseljahre sind Hitzewallungen und Schweißausbrüche (81,3 Prozent). 55,6 Prozent der Befragten denken bei den Wechseljahren an Stimmungsschwankungen, 42,1 Prozent an Gewichtszunahme und 40,2 Prozent an Schlafstörungen. 41,2 Prozent der Österreicherinnen gaben an, dass sich ihr Sexualleben in den Wechseljahren verändert habe: 64,2 Prozent registrierten weniger Lust. 45,3 Prozent berichteten von weniger Geschlechtsverkehr, und 34,5 Prozent klagten über Scheidentrockenheit.

Frau Gespräch Ärztin
Mehr als die Hälfte - 53,9 Prozent - der österreichischen Frauen gab an, regelmäßig ein Mal pro Jahr zur Routinekontrolle zum Gynäkologen zu gehen, 16,5 Prozent tun dies sogar zweimal jährlich.
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