Deutsche Diabetesgesellschaft verlangt Maßnahmen für gesunde Ernährung

Vor der Bundestagswahl hat die Deutsche Diabetesgesellschaft (DDG) von einer neuen Bundesregierung konkrete Maßnahmen zur Begünstigung einer gesunden Ernährung gefordert. Die neue Regierung müsse eine verpflichtende Kennzeichnung mit dem sogenannten Nutriscore, ein Kinderwerbeverbot für ungesunde Nahrung sowie eine unterschiedliche Besteuerung von ungesunden und gesunden Lebensmitteln einführen, sagte DDG-Geschäftsführerin Barbara Bitzer am Montag in Berlin.

red/Agenturen

Übergewicht fördere die Verbreitung nichtübertragbarer Krankheiten wie Diabetes. Schon jetzt sei jedes siebte Kind übergewichtig. Die aktuelle Bundesregierung setzte auf Aufklärung und Eigenverantwortung, doch diese Appelle wirkten nicht. „Freiwillige Maßnahmen sind wirkungslos“, sagte Bitzer, die zugleich Sprecherin der Deutschen Allianz nichtübertragbarer Krankheiten ist.

Deshalb müsse die Politik die Lebensmittelhersteller stärker in die Pflicht nehmen und es Menschen erleichtern, sich gesund zu ernähren. Dies wäre „ein ganz wichtiger erster Schritt". Unter anderem sollten gesunde Lebensmittel mit einer geringeren Mehrwertsteuer steuerlich entlastet und besonders zuckerreiche Lebensmittel mit einem höheren Steuersatz belegt werden.