Wassermangel

Krätze und Hepatitis breiten sich in Syrien aus

Im Norden Syriens brechen wegen eines Mangels an sauberem Wasser immer mehr Krankheiten aus. Die Infektionszahlen von Krätze, Durchfall und Hepatitis seien im Sommer zwischenzeitlich um fast 50 Prozent gestiegen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen am Dienstag mit. Internationale Geldgeber hätten die Finanzierung für das Bürgerkriegsland in diesem Jahr drastisch gekürzt.

red/Agenturen

Viele Organisationen haben Ärzte ohne Grenzen zufolge deshalb die Wasserversorgung in Flüchtlingslagern eingestellt.

Drei Millionen Menschen sind den Angaben nach von dem Wassermangel betroffen, vor allem Vertriebene. Auch die Bekämpfung der Corona-Pandemie würde erschwert. Dabei sind die Intensivstationen vieler Krankenhäuser im Land laut Hilfsorganisationen wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen bereits jetzt schon voll.

Nach jüngsten Angaben der Vereinten Nationen sind in dem seit zehn Jahren andauernden Konflikt bisher mehr als 350 000 Menschen getötet worden.