Bettensituation an Salzburgs Spitälern spitzt sich zu

Die Pandemie-bedingte Bettensituation an Salzburgs Spitälern spitzt sich zu. Die Landeskliniken (SALK) haben mit Stand Montagnachmittag am Standort Salzburg nur mehr vier Intensivbetten für Covid-Patienten frei. 16 der derzeit 20 verfügbaren Intensivbetten seien belegt, sagte Kliniken-Sprecher Wolfgang Fürweger zur APA. Im gesamten Bundesland sind inzwischen 25 Intensivbetten belegt, die Kapazität könnte auf maximal 50 erhöht werden, so Franz Wieser, Sprecher des Landes.

red/Agenturen

In den Landeskliniken gelte derzeit Eskalationsstufe F, betonte Fürweger. In dieser sei die Zahl der Intensivbetten mit 20 begrenzt, vier davon seien momentan noch frei. Der Sprecher stellt damit auch einen Online-Bericht der Zeitung „Heute" richtig, wonach im Bundesland Salzburg mit Stand Montag nur noch zwei Intensivbetten für Corona-Fälle frei wären. Fürweger betonte außerdem, dass die Intensivplätze noch weiter erhöht werden könnten, allerdings sehr zu Lasten der aufschiebbaren Behandlungen etwa in der Orthopädie.

Insgesamt befanden sich im Bundesland Salzburg am Montag bereits 155 Corona-Kranke in Spitalsbehandlung, 25 davon auf einer Intensivstation. Laut Wieser können im Bundesland maximal 50 Intensivbetten bereitgestellt werden. Aktuell seien die vier freien Betten an den SALK „auf Reserve“, der Medizinstab erörtere aber täglich die Lage. Zusätzliche Betten würden nur nach Maßgabe aktiviert, da dies zulasten anderer Spitalsbereiche gehe.

Krankenhaus Patient Spital Spitalsbett
Grundsätzlich besteht in Kliniken auch eine weitere Einsatzmöglichkeit. Für zuvor positiv getestetes Gesundheitspersonal gibt es bei Dienstantritt nach fünf Tagen Quarantäne und Symptomlosigkeit die Chance der Durchführung eines PCR-Tests im Spital.
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