Corona-Impfung

Steiermark will mit Aufklärung über Kinderimpfung überzeugen

Die steirischen Impfkoordinatoren haben am Freitag bei einer Videokonferenz zur Kinderimpfung aufgerufen, doch man will keinesfalls Druck auf Eltern ausüben: „Vertrauen Sie der Wissenschaft“, sagte Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) in einem persönlichen Appell. Ihre drei Kinder seien bereits geimpft. Eltern mögen sich bei den Vertrauensärzten informieren. Aufklärung sei das Wichtigste und diese sei auch die Strategie, um viele Eltern zu überzeugen.

red/Agenturen

1.529 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren wurden bis Freitagvormittag von ihren Eltern zur Impfung angemeldet. Der Großteil von ihnen wird am 4. und 5. Dezember an den steirischen Impfstraßen immunisiert, doch auch Kinderärzte, Allgemeinmediziner und künftig vielleicht auch Schulärzte werden seitens des Landes eingebunden und Kinder impfen, wenn sie sich dafür bereit erklären.

Die Steiermark hat in der laufenden Woche bei 70,46 Prozent der Gesamtbevölkerung die Erstimpfung erreicht, vollimmunisiert durch Impfungen sind nun rund 66 Prozent. Die Anzahl der Stiche ist in den vergangenen Wochen und auch in der laufenden Woche massiv gestiegen, sagte Impfkoordinator Michael Koren. Allerdings gingen die Erststiche in den vergangenen Tagen auch schon wieder im Vergleich zur Vorwoche zurück. Von Freitag bis Freitag wurden mehr als 85.000 Stiche gesetzt, in der Woche davor waren es gut 66.000.

Für den stellvertretenden Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig ist die Anzahl der Erststiche aber immer noch erfreulich. Er mutmaßte, dass die Bereitschaft wieder nachlasse, weil durch den Lockdown keine 2G-Nachweise nötig sind, aber vielleicht auch, weil der Glaube an die geplante Impfpflicht noch nicht da sein könnte.

Mehr als 1.500 Impfungen letzte Woche

Einen neuen Höchststand gab es bei den Immunisierungen in Impfbussen: Harald Eitner sagte, dass in der vergangenen Woche mehr als 1.500 Impfungen in den Bussen verabreicht wurden. Allein am Donnerstag waren es 423, ein neuer Höchstwert. Ab 7. Dezember wird in Mürzzuschlag, im ehemaligen Gymnasium, eine weitere Impfstraße den Betrieb aufnehmen. Dienstag und Freitag jeweils von 10.00 bis 20.00 Uhr sowie am Samstag von 8.00 bis 18.00 Uhr wird dann auch dort das freie Impfen ohne Termin angeboten. Bewohner aus der Region Mürzzuschlag, die noch Termine für Bruck bekomme haben, können sich auch schon vorher in Mürzzuschlag beim freien Impfen immunisieren lassen, da erwartet sie aber möglicherweise eine Wartezeit.

Neuerungen gibt es auch bei den steirischen Teststraßen: Wegen des hohen Andrangs Samstagabend und Montagfrüh wird nun auch am Sonntag von 8.00 bis 12.00 Uhr getestet, was vor allem für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eine große Erleichterung darstellen wird. Eitner richtete auch eine Bitte in Sachen PCR-Gurgeltests an die Bevölkerung: 30

Minuten vor dem Gurgeln soll weder etwas gegessen noch getrunken werden, es soll auch nicht mit Wasser vorher gespült werden, denn das könne das Testergebnis verfälschen.