Corona - 8.526 Neuinfektionen und 37 Todesfälle gemeldet

Seit genau einer Woche ist der vierte bundesweite harte Lockdown in Kraft. Die Zahl der Neuinfektionen in Österreich geht zurück, bleibt aber auf hohem Niveau. Die Ministerien meldeten am Montag 8.526 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Die Regierung empfing Montagvormittag Sozialpartner und Experten zu einer Bestandsaufnahme der epidemiologischen Lage nach einer Woche Lockdown.

red/Agenturen

Die Bundesregierung hat am Montagvormittag die angekündigten Beratungen zur Corona-Lage aufgenommen. Dazu empfing die Regierungsspitze ab 9.00 Uhr Vertreter der Sozialpartner sowie Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft im Bundeskanzleramt. Geplant ist eine Bestandsaufnahme der epidemiologischen Lage nach einer Woche Lockdown, dabei soll es auch um mögliche Auswirkungen der neuen Omikron-Variante gehen. Statements sind danach keine vorgesehen.

Die Ministerien meldeten am Montag 8.526 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Am Wochenende wird aber immer weniger getestet. Außerdem kamen 37 Todesfälle hinzu. Seit Sonntag mussten 108 Covid-19-Patienten neu in den Spitälern aufgenommen werden, somit liegen bereits 3.325 Infizierte in Krankenhäusern. Ein Patient weniger als am Vortag benötigt intensivmedizinische Versorgung. Österreichweit werden 619 Schwerkranke auf Intensivstationen versorgt. Innerhalb einer Woche kamen 57 Patienten hinzu - zehn Prozent mehr müssen nun versorgt werden.

Beratungen vor zweiter Hälfte des Lockdowns

An den laufenden Gesprächen nehmen auf Regierungsseite Bundeskanzler Alexander Schallenberg (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne) sowie Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) teil. Seitens der Sozialpartner mit am Runden Tisch dabei sind u.a. Gewerkschafts-Präsident Wolfgang Katzian, Arbeiterkammer-Präsidentin Renate Anderl (beide SPÖ) sowie Wirtschaftskammer-Präsident Harald Mahrer und WKÖ-Generalsekretär Karl-Heinz Kopf (beide ÖVP).

Auf Expertenseite trafen u.a. der Vizerektor der Med Uni Wien, Oswald Wagner, Simulationsforscher Niki Popper und Gesundheit Österreich (GÖG)-Chef Herwig Ostermann im Kanzleramt ein.

Ziel sei es, gut abgestimmt in die zweite Hälfte des Lockdowns zu gehen, hieß es seitens der Regierung im Vorfeld des Treffens gegenüber der APA. Außerdem sollen die neu angelaufenen Hilfsmaßnahmen für die Wirtschaft evaluiert werden. Entscheidungen sollen bei dem Termin keine fallen.

Verordnungsentwurf folgt Montagnachmittag

Auch wie es ab 12. Dezember - wenn der Lockdown für Geimpfte und Genesene laut Ankündigung der Regierung weitestgehend vorbei sein soll - weitergehen wird, werde dabei noch kein Thema sein, hieß es vor dem Treffen. Schließlich würden erst ab Mittwoch die nötigen Prognosedaten vorliegen, so eine Sprecherin Mücksteins.

Das Gespräch mit Sozialpartnern, Expertinnen und Experten findet im Vorfeld jener Sitzung des Hauptausschusses im Nationalrat statt, bei der am Dienstagnachmittag die Ausgangsbeschränkungen bis inklusive 11. Dezember verlängert werden sollen. Dies ist notwendig, weil freiheitsbeschränkende Maßnahmen laut Gesetz nur für höchstens zehn Tage beschlossen werden können. Der Verordnungsentwurf der Regierung muss spätestens 24 Stunden vor Sitzungsbeginn und damit bis Montagnachmittag übermittelt werden. Ebenfalls am Dienstag berät die Regierung mit Experten, SPÖ und NEOS über die geplante Impfpflicht.

Mehr als zwei Drittel mit gültigem Impfschutz

Vor einer Woche - am 22. November - war der vierte österreichweite harte Lockdown in Kraft getreten. Damals meldeten die Behörden 13.806 neue Fälle, vor zwei Wochen waren es 11.889 gewesen. Weniger neue Fälle als am heutigen Montag wurden in Österreich zuletzt am 9. November registriert, 7.712 Neuinfektionen binnen 24 Stunden waren es da gewesen.

Am Montag hatten 5,96 Millionen Menschen und somit mehr als zwei Drittel einen gültigen Impfschutz. Am Wochenende wird sowohl weniger getestet als auch geimpft. 50.985 Impfungen wurden verabreicht, weniger als die Hälfte der täglichen Impfungen in der vergangenen Woche.