Corona-Impfstoff

Covax-Initiative bittet Geber um qualitativ hochwertigere Vakzin-Spenden

Die internationale Corona-Impf-Initiative Covax hat reiche Länder zum Spenden von qualitativ hochwertigeren Impfstoff-Dosen aufgefordert - und nicht solchen, deren Verfallsdatum in Kürze ablaufe. „Wir bitten unsere Geber und die Impfstoffhersteller seit Monaten, uns qualitativ bessere Spenden zukommen zu lassen und uns genauer mitzuteilen, wann wir die Dosen erhalten werden“, schrieb der Chef der Impfallianz Gavi, Seth Berkley, am Mittwoch bei Twitter. Derweil meldete Covax für Montag einen neuen Lieferrekord.

red/Agenturen

Bereits vor einigen Tagen hatten Covax und seine afrikanische Partnerorganisation Avat in einer gemeinsamen Erklärung mitgeteilt, dass es Schwierigkeiten mit vielen Impfstoff-Spenden gebe. „Die meisten der bisherigen Spenden wurden ad hoc, ohne Vorankündigung und mit kurzer Haltbarkeitsdauer zur Verfügung gestellt. Dies hat die Planung von Impfkampagnen für die Länder äußerst schwierig gemacht“, heißt es in der Erklärung.

Die beiden Initiativen forderten, dass gespendete Impfdosen ab dem 1. Januar mindestens zehn Wochen lang haltbar sein sollten. Die Empfängerländer müssten mindestens vier Wochen im Voraus darüber informiert werden. Zudem sollten die Dosen nicht ohne für die Impfung erforderliche Spritzen geliefert werden, wie es bislang meist der Fall gewesen sei.

Elf Millionen Dosen binnen eines Tages

Gleichzeitig meldete Covax einen neuen Lieferrekord am Montag. „Covax hatte seinen bisher arbeitsreichsten Tag mit über elf Millionen Dosen innerhalb von 24 Stunden“, schrieb Berkley bei Twitter. Es handle sich konkret um 11.386.090 Dosen, die an sechs Länder geliefert worden seien, sagte ein Gavi-Sprecher der Nachrichtenagentur AFP.

Die Covax-Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, die massive Ungleichheit zwischen reichen Industrieländern und armen Schwellen-und Entwicklungsländern bei den Corona-Impfungen zu verringern. Covax hatte gehofft, bis Ende 2021 zwei Milliarden Impfdosen ausliefern zu können, hat bislang unter anderem aufgrund von Export-Problemen aber erst 563 Millionen Dosen verteilt.