Statistik

Verlauf der Todesfälle ähnelt dem des letzten Jahres

Laut vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria sind in der 46. Kalenderwoche (15. bis 21. November 2021) 2.112 Personen verstorben. Die Zahl der Verstorbenen war damit um 58 Personen höher als in der Vorwoche, aber um 171 niedriger als in der 46. Kalenderwoche des Jahres 2020. „Wir befinden uns nach wie vor mitten in einer sehr gefährlichen pandemischen Situation“, sagte Statistik-Austria-Chef Tobias Thomas am Donnerstag bei einem Online-Pressegespräch.

red/Agenturen

„In der dritten Novemberwoche 2021 - vor Beginn des aktuellen, allgemeinen und bundesweiten vierten Lockdowns - sind insgesamt 2.112 Menschen in Österreich verstorben. Damit sind in der zweiten Woche in Folge um rund 36 Prozent mehr Personen gestorben als im Fünfjahresdurchschnitt der gleichen Kalenderwoche des Vorkrisenzeitraums 2015 bis 2019“, führte Statistik Austria-Generaldirektor Tobias Thomas näher aus.

Damit „ähnelt der Verlauf ganz bedenklich dem Verlauf des letzten Jahres“, erklärte der Statistik-Chef. Auch da sei im Herbst die Anzahl der Sterbefälle massiv angestiegen und habe in der 49. Kalenderwoche des letzten Jahres mit 2.544 Sterbefällen ihren Höchstwert erreicht - das waren 58,7 Prozent mehr als im Schnitt der fünf Jahre vor der Coronakrise.

Die altersstandardisierte Sterberate, bei der die Zahl der Sterbefälle anhand einer Standardbevölkerung um die Altersstruktur der Bevölkerung bereinigt wird, lag in der ersten Novemberwoche (44. Kalenderwoche von 1. bis 7. November 2021) auf dem Niveau der 44. Kalenderwoche des Vorjahres, und damit deutlich über dem Niveau der gleichen Kalenderwoche der Jahre 2016 bis 2019. Würde die Altersstruktur Österreichs der Standardbevölkerung von Eurostat entsprechen, wären in der 44. Kalenderwoche 2021 und 2020 jeweils 21 von 100.000 Menschen verstorben.

Inzidenzgeschehen deutlich höher unter Ungeimpften

In den Jahren 2016 bis 2019 wären dies in der gleichen Kalenderwoche jeweils 17 oder 18 Personen gewesen. Vergleiche mit länger zurückliegenden Jahren sind aufgrund des Anstiegs in der Lebenserwartung und den damit verbundenen sinkenden altersstandardisierten Sterberaten nur bedingt aussagekräftig.

Das Inzidenzgeschehen sei in allen Alterskohorten bei den ungeimpften Personen deutlich ausgeprägter als in den Gruppen mit einem ausreichenden Immunschutz. „Insofern sehen wir schon, dass die Impfung eindeutig Wirkung zeigt.“ Bis zum Stichtag 29.11. habe Österreich bei den Inzidenzen zur europäischen Spitzengruppe gehört. „Das ist zum Teil begründet auch durch eine intensivere Testkapazität, aber auch nicht nur.“

Bei der Durchimpfung der Bevölkerung sei Österreich nach wie vor nur im europäischen Schnitt, nur knapp über 70 Prozent seien bis 1. Dezember mindestens einmal geimpft gewesen.