Deutschland

Junge Berufstätige fallen zunehmend wegen akuter Atemwegserkrankungen aus

Vor allem junge Berufstätige in Deutschland werden in der aktuellen Erkältungssaison häufiger wegen akuter Atemwegsinfekte krank geschrieben. Das geht aus einer am Montag in Berlin veröffentlichten Analyse aus Daten von Barmer-Versicherten hervor. Demnach waren in der dritten Novemberwoche rund 51 von tausend unter 20-Jährigen aufgrund einer Atemwegserkrankung arbeitsunfähig. Das waren doppelt so viele wie bei den 20- bis 29-Jährigen.

red/Agenturen

Auch alle älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer waren deutlich seltener aufgrund dieser Diagnose krankgeschrieben. Die Barmer führt die starke Zunahme der Atemwegsinfekte vor allem bei Jüngeren auf deren Lebensgewohnheiten zurück. In dieser Altersgruppe gehöre der Kontakt mit Gleichaltrigen zum Alltag und sei wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens. In Pandemiezeiten führe dies jedoch auch zu einer höheren Krankheitsaktivität.

Der Analyse zufolge gibt es bei den Krankschreibungen auch erhebliche regionale Unterschiede. In der dritten Novemberwoche waren insbesondere Menschen in Sachsen mit 35,5 je tausend Versicherte, Thüringen mit 32,1 und Sachsen-Anhalt mit 27,9 aufgrund einer Atemwegserkrankung krank geschrieben.

Sachsen und Thüringen hatten zu dem Zeitpunkt bundesweit mit die höchsten Sieben-Tage-Inzidenzen. Hingegen lag die Betroffenenrate im selben Zeitraum beispielsweise in Bremen bei 14,8 von tausend Versicherten und war damit weniger als halb so hoch.