Am Mittwoch Hilferuf-Demo von oö. Ordensspitälern

Für die Beschäftigten in oberösterreichischen Ordensspitälern und konfessionellen Pflegeheimen ist es bereits „15 nach 12“. Um auf ihre - coronabedingte - Situation am Limit aufmerksam zu machen, gehen sie am Mittwoch vor ihren Einrichtungen auf die Straße. Verbunden mit ihrem „Hilfeschrei“ ist die Forderung nach „Entlastung durch mehr Personal, ein Ende von Zusatzaufgaben und eine Perspektive auf zeitnahe Erholungsphasen“.

red/Agenturen

Schon Ende Oktober hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Landesspitäler lautstark für die Impfung geworben und ihre Arbeit niedergelegt. Nur so könne ihre Extremsituation entspannt werden. Am Mittwoch machen nun die Ordensspitäler und Pflegeheime darauf aufmerksam, dass viele Mitarbeiter wegen des Dauerstresses vor dem Burn-out stünden und immer mehr den Beruf verlassen. Gleichzeitig mit der Kundgebung hat die Gewerkschaft vida auch einen Offenen Brief an Landeshauptmann Thomas Stelzer und seine Stellvertreterin Christine Haberlander (beide ÖVP), die für Gesundheit zuständig ist, geschickt. „Die physische und psychische Belastung geht längst über jedes erträgliche Maß hinaus“, rufen die Beschäftigten im Gesundheitssystem um Hilfe. Es brauche daher nicht nur Maßnahmen zur Anerkennung und Wertschätzung der Tätigkeit sondern auch zur Entlastung.

Allerdings stellen die Verfasser auch klar, dass „schon vor der Corona-Pandemie die Situation in den oberösterreichischen Spitälern und Pflegeheimen angespannt“ gewesen sei: Immer größer werdender ökonomischer Druck und eine daraus resultierende Personalsituation, „die schlichtweg nicht ausreicht, um den Bedürfnissen und Bedarfen der Patientinnen und Patienten so Rechnung zu tragen, wie es wünschenswert wäre“, führen sie als Hauptgrund an. Die „dringendst benötigte Personalaufstockung mit ausgebildetem Personal wird seit Jahren ignoriert und blockiert“. Das Argument, benötigte Arbeitskräfte seien „einfach nicht vorhanden“, sei „billig“. Abschließend appellieren sie an Stelzer und Haberlander ihre „politische Verantwortung“ wahrzunehmen. „Entlasten und unterstützen Sie die Kolleg*innen jetzt. Sofort.“