Coronavirus

Vorarlberg gibt Devise „Mit Test zum Fest“ aus

Die Vorarlberger Landesregierung hat das letzte Pressefoyer vor Weihnachten dazu genützt, in Sachen Corona erneut zur Vorsicht über die Feiertage aufzurufen. Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Christian Gantner (beide ÖVP) gaben die Devise „Mit Test zum Fest“ aus, sowohl für Geimpfte als auch Ungeimpfte. Testen sei nicht als Alternative, sondern Ergänzung zur dringend nötigen Impfung zu sehen. Auf Omikron und mögliche Folgen bereite sich das Land weiter vor.

red/Agenturen

Bei einer immer noch hohen Sieben-Tages-Inzidenz von 377 sei derzeit doch ein Abwärtstrend sichtbar, sagte Wallner. In den Spitälern sei mit einer Belegung von 25 Intensivbetten zumindest eine „Seitwärtsbewegung“ und damit auch der Ansatz einer Entspannung zu sehen, verbunden mit der Hoffnung auf einen weiteren Rückgang.

Großer Unsicherheitsfaktor sei derzeit die sehr infektiöse neue Virusvariante Omikron, wegen der Experten eine noch nie da gewesene Welle prophezeiten. Das Land bereite sich derzeit bestmöglich auf mögliche Auswirkungen der Variante vor. Unter anderem wurde in Feldkirch die Möglichkeit geschaffen, positive PCR-Tests im Land selbst auf Omikron nachzutesten und damit die wochenlange Wartezeit auf Ergebnisse der AGES auf 24 Stunden zu verkürzen. Ab sofort wird diese Möglichkeit für alle positiven PCR-Tests im Land genützt. Bisher gibt es in Vorarlberg sechs bestätigte Omikron-Fälle. Der Landeshauptmann wies erneut auf die Wichtigkeit einer „Booster-Impfung“, also einer dritten Teilimpfung, gerade im Hinblick auf Omikron hin.

Wallner und Gantner baten die Bevölkerung außerdem dringend, sich vor Treffen an den Weihnachtsfeiertagen unbedingt PCR-testen zu lassen. Testen sei keine Alternative zur Impfung, aber eine sehr wichtige Unterstützung im Kampf gegen die Pandemie - für Geimpfte genauso wie für Ungeimpfte. Die Möglichkeit dazu gibt es neben den acht Teststationen des Landes und den Apotheken auch im Rahmen des Projekts „Vorarlberg gurgelt“: Gurgel-Selbsttests können in 119 Spar- und Sutterlüty-Märkten und 53 Apotheken im Land kostenlos abgeholt und wieder abgegeben werden. Landesrat Gantner verwies außerdem darauf, dass Antigentests weiter gratis über die Gemeindeämter erhältlich sind.

In den acht Wochen seit Beginn von „Vorarlberg gurgelt“ haben rund 54.200 Personen die nötige Online-Registrierung vorgenommen. Wöchentlich werden im Schnitt 11.500 Proben abgegeben, stärkster Wochentag ist der Montag. Bisher wurden rund 80.000 Proben analysiert, 615 (0,8 Prozent) waren positiv. Die Ergebnisse liegen innerhalb 24 Stunden vor, wenn die Proben im Lebensmittelhandel bis 10.00 Uhr, in den Apotheken bis 15.00 Uhr (Samstag bis 9.00 Uhr) eingeworfen werden. Am 24. und 31. Dezember müssen Proben in den Apotheken bereits bis spätestens 9.00 Uhr, in den Lebensmittelmärkten bis 10.00 Uhr abgegeben werden.