Corona-Impfung

Steiermark zieht erfolgreiche Jahresbilanz

Nach einem Jahr Impfungen haben die steirischen Koordinatoren eine Art Bilanz über die „größte Impfaktion aller Zeiten“ gezogen, wie es Wolfgang Wlattnig, stellvertretender Landesamtsdirektor am Donnerstag formulierte. Seit Jahresbeginn wurden rund 2,27 Mio. Corona-Schutzimpfungen in der Steiermark verabreicht, das sind pro Monat durchschnittlich 190.000 Impfungen. Laut Statistik wurde am 2. Juni 2021 mit mehr als 30.000 Impfungen an einem Tag der Höchstwert erreicht.

red/Agenturen

Derzeit sind auf den steirischen Teststraßen um die 780 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Sie kümmern sich auch um Logistik und Planung. Sie haben im Jahr 2021 rund 1,4 Mio. Arbeitsstunden geleistet. Bei den Impfstraßen sind laut Harald Eitner um die 760 Personen beschäftigt. Da die Impfungen aber erst später als das Testen Fahrt aufgenommen haben, fielen hier „nur“ etwa 800.000 Arbeitsstunden an. An jedem Tag sind mindestens 317 Personen zeitgleich auf den Impfstraßen im Einsatz. In Summe wurden von den mehr als 1.500 Mitarbeitern auf den Test- und Impfstraßen rund 2,2 Mio. Arbeitsstunden geleistet.

Hinzu kommen 670 niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, die Menschen in der Steiermark gegen das Coronavirus immunisieren, 200 von ihnen auch Kinder. Gut 11.830 Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren sind in der Steiermark bisher geimpft, etwa 4.000 von ihnen sogar schon zwei Mal. „Das Jahr kann erfolgreich bilanziert werden“, fasste Wlattnig zusammen. Etwa 184.000 Steirerinnen und Steirer über 14 Jahren sind aber noch nicht geimpft und werden ab Februar unter die geplante Impfpflicht fallen.

73,61 Prozent der steirischen Gesamtbevölkerung sind mit Stand 30. Dezember zumindest einmal geimpft, 71,56 Prozent sind voll immunisiert. Die Quote bei den schon drei Mal geimpften Personen liegt bei knapp 40 Prozent, schilderte Impfkoordinator Michael Koren bei der Videokonferenz zum Jahresabschluss. „Hätten wir nur Delta gehabt, hätten wir die Pandemie vermutlich gut bewältigt“, ergänzte Wlattnig und fügte hinzu: „Leider gibt es Omikron“, und nun helfe weiterhin „impfen, impfen, impfen“. Er bedauerte, dass viele noch nicht geimpfte Menschen die geplante Impfpflicht noch nicht ernst nehmen, doch spätestens wenn sie im Jänner im Nationalrat beschlossen werde, erwarte er nochmals einen Ansturm beim Impfen.

Impfbusse haben 15.000 Menschen immunisiert

Ein Stück davon soll auch ein dritter Impfbus, der ab 4. Jänner unterwegs sein wird, abfangen: Der Bus wird im Gegensatz zu den beiden anderen nicht ab Graz, sondern von Leoben wegfahren und daher weniger Anfahrtszeit in die Obersteiermark benötigen. Gleich am 4. Jänner ist im Bezirk Liezen eine Kinder-Impfaktion mit zwei Impfbussen angesetzt: Die mobilen Impfstationen werden Liezen, Stainach-Pürgg, Schladming und Bad Aussee anfahren. Eltern können ihre Kinder ohne Termin immunisieren lassen, aber auch Erwachsene werden geimpft.

Die beiden bisher gefahrenen Impfbusse haben im vergangenen Jahr 218 Gemeinden besucht und fast 15.000 Menschen immunisiert. Hinzu kommen noch 33 Betriebe, die angefahren wurden. Da erhielten 2.740 Männer und Frauen Vakzine verabreicht, rechnete Eitner vor.

Die Verbreitung von Omikron schreitet auch in der Grünen Mark voran: Am 24. Dezember war der Anteil dieses Mutationstyps unter allen positiven Tests noch bei 13 Prozent, am 27. Dezember lag er bereits bei 35 Prozent. „Der Trend dürfte sich fortsetzen“, so Eitner. Er rechnet damit, dass spätestens in der kommenden Woche Omikron die dominierende Variante sein wird.

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