Corona-Verordnungen

Italien will Restriktionen lockern

Zwei Jahre nach Beginn der Pandemie sieht Italien Licht am Ende des Tunnels. Der Ministerrat prüft eine mögliche Vereinfachung der Quarantäneregeln und der Anti-Covid-Aufsicht in den Schulen. Nicht ausgeschlossen wird außerdem, dass auf das Coronavirus positiv getesteten Personen ohne Symptome künftig die Quarantäne erspart wird. Erwogen wird auch eine Lockerung der Restriktionen ab dem 10. Februar. Der sogenannte Grüne Pass für Geboosterte soll unbefristet verlängert werden.

red/Agenturen

„Wir befinden uns in einer Übergangsphase zwischen Pandemie und Endemie, in der die soziale und gesundheitliche Belastung, die bisher durch das Virus entstanden ist, nicht mehr besteht. Es ist der Übergang zur Normalität, der zu einer schrittweisen Aufhebung der Beschränkungen führen wird“, sagte Gesundheitsstaatssekretär Pierpaolo Sileri laut Medienangaben. Er bestätigte, dass der Ausnahmezustand voraussichtlich am 31. März enden wird. Ab diesem Datum sollte auch die Maskenpflicht im Freien fallen. „Das ist ein Signal des Vertrauens an die Italiener nach zwei Jahren der Opfer“, erklärte der zweite Gesundheits-Staatssekretär in der Regierung Draghi, Andrea Costa.

Der widerspenstige Priester und die Post

Unterdessen kam es zu Protestaktionen gegen die seit Dienstag geltende 3G-Pflicht für Post- und Bankfilialen, Versicherungen und öffentliche Ämter sowie die meisten Geschäfte. Ein Priester läuft Gefahr, wegen Störung eines öffentlichen Dienstes angeklagt zu werden, nachdem er auf einem Postamt ohne Vorweis seines Grünen Passes einige Rechnungen bezahlen wollte. Der Vorfall ereignete sich in Bolano (Provinz La Spezia). Die Carabinieri griffen ein und zerrten den widerspenstigen Priester aus der Postfiliale. Zu Protestaktionen gegen die 3G-Pflicht kam es vor Postämtern in Triest, in Turin und auch in anderen Städten.

 

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