Coronaimpfung

Steiermark gelangte in „ruhige Gewässer“

Die Coronaschutzimpfungen in der Steiermark sind nach einem Hoch im Dezember und Jänner nun Anfang Februar in „ruhige Gewässer“ eingelaufen, beschrieben die Impfkoordinatoren des Landes am Freitag in einer Videokonferenz. Die Tendenz bei den Erstimpfungen sei weiter rückläufig - etwa 300 Steirerinnen und Steirer pro Tag holen sich derzeit den ersten Stich. Möglicherweise wird man im März das Impf-Angebot etwas reduzieren, wenn der Andrang weiter so überschaubar ist.

red/Agenturen

In der Steiermark sind mit Stand Freitag 75,2 Prozent der Gesamtbevölkerung erstgeimpft, Zweitimpfungen haben 72,1 Prozent, ein gültiges Impfzertifikat besitzen 70 Prozent. Rund 30.000 Menschen in der Grünen Mark haben mit 1. Februar ihr gültiges Zertifikat verloren, da die Gültigkeit der zweiten Impfung verkürzt wurde. 52,5 Prozent der Gesamtbevölkerung haben sich schon den dritten Stich geholt.

„Es kommen nun immer weniger Menschen zu den Impfstraßen, vor allem sehr wenige für Erstimpfungen“, schilderte Impfkoordinator Michael Koren. Für den gesamten Februar bleibe aber das Angebot auf den Impfstraßen des Landes im bisher gewohnten Umfang aufrecht. Für März stehen allerdings Evaluierungen an, eingeschränkte Impfzeiten könnten die Folge sein. Spätestens ab Anfang März sollen auch Novavax-Impfstoffe erhältlich sein. Diese werden sowohl an den Impfstraßen als auch bei niedergelassenen Ärzt:innen angeboten. Die zugesagte Liefermenge werde jedenfalls für den Bedarf ausreichen, war Koren überzeugt.

Der Beschluss der Impfpflicht im Bundesrat wurde vom stellvertretenden Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig begrüßt und auch das Phasenmodell sei sinnvoll. Gut 175.000 Steirer über 18 Jahre sind noch nicht geimpft und werden unter die Impfpflicht fallen. Dabei müssen allerdings noch jene weggerechnet werden, die genesen sind und daher sechs Monate von der Impfpflicht befreit sind.