WKÖ kontert Kritik der Lebens- und Sozialberater zu neuer Ausbildung

Die Kritik des Verbands der Lebens- und Sozialberater (ÖVLSB) vom Wochenende zur geplanten neuen Ausbildung stößt bei der Wirtschaftskammer (WKÖ) auf Unverständnis. Die Branche hatte moniert, dass der Entwurf des Wirtschaftsministeriums für die Neustrukturierung der Ausbildung einen massiven zeitlichen und finanziellen Mehraufwand bedeuten würde. Dem WKÖ-Fachverband für Personenberatung und Personenbetreuung warf der ÖVLSB zudem „Versagen“ vor.

red/Agenturen

„Die Kritik, dass Ausbildungsstunden massiv aufgestockt bzw. sich Ausbildungskosten deutlich erhöhen werden, kann so nicht nachvollzogen werden, da sich in Summe nur etwa 250 tatsächliche Mehrstunden in Präsenz in der gesamten Ausbildung inkl. Praktikum ergeben“, konterte die Wirtschaftskammer am Montag in einem Statement gegenüber der APA. Der ÖVLSB hatte am Sonntag von einem Plus der Stunden von 1.375 auf 4.500 und von einer Verdreifachung der Kosten von derzeit rund 12.000 Euro gesprochen.

Mit der geplanten Verordnung des Wirtschaftsministeriums, die noch bis 10. Februar in Begutachtung ist, werde „dem Bedarf Rechnung getragen, die Ausbildungsinhalte anzupassen und zu modernisieren - dies vor dem Hintergrund, dass das Berufsbild seit etwa 30 Jahren besteht“, so die WKÖ. Beispielsweise seien die Möglichkeiten des digitalen Unterrichts oder neueste Erkenntnisse der Stressforschung bisher nicht in der Ausbildungsverordnung abgebildet gewesen.