Schweizer Bundesamt für Gesundheit

Auswirkungen von Long Covid auf Gesellschaft noch wenig bekannt

Über die Auswirkungen der Post-Covid-19-Erkrankung - so die Bezeichnung der Weltgesundheitsorganisation WHO für Long Covid - auf Gesellschaft und Wirtschaft ist noch wenig bekannt. Die Symptome können Betroffene stark belasten.

red/Agenturen

Linda Nartey, Leiterin Direktionsbereich Prävention und Gesundheitsversorgung, Bundesamt für Gesundheit (BAG), sprach am Dienstag in Bern vor den Medien von mehreren Symptomen: Atemprobleme, Kurzatmigkeit, Erschöpfung, Schmerzen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Sie könnten einzeln oder zusammen auftreten.

Wie lange Long Covid dauere, müssten Studien noch aufzeigen, sagte Nartey. Die Erkrankung zu erkennen sei schwierig. Oft würden Symptome am Anfang nicht ernst genommen. „Für die Betroffenen ist es wichtig, dass ihre Beschwerden schnell abgeklärt werden“, sagte Nartey. Das Erkennen und Anerkennung der Krankheit seien wichtig. Auch für Behandelnde seien neue Krankheiten wie Post-Covid-19 eine grosse Belastung, sagte Nartey. Eine Möglichkeit zur Unterstützung seien Plattformen für den Wissensaustausch.

Long-Covid-Register wird wieder zum Thema

Ein Long-Covid-Register in der Schweiz ist laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun doch eine Option. Dies sagte Linda Nartey, Leiterin des Direktionsbereichs Prävention und Gesundheitsversorgung im BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern.

Klar sei, dass man nun Informationen zu Krankheitsverläufen sammeln und auswerten müsse, erklärte Nartey. Auf welche Weise dies geschehen solle, werde derzeit in Arbeitsgruppen des Bundes diskutiert. Eine Prognose, wann ein Entscheid gefällt werde, wollte sie nicht abgeben.

Betroffene, etwa die Patientenorganisation Long Covid Schweiz, fordern seit längerem ein nationales Register. Bis anhin hatten der Bundesrat und das BAG die Massnahme abgelehnt.

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