Corona-Impfstoff

Novavax-Impfstoff bei Jugendlichen laut Hersteller zu über 80 Prozent wirksam

Der Corona-Impfstoff von Novavax hat laut Herstellerangaben eine Wirksamkeit von 82 Prozent bei Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren. Das US-Unternehmen erklärte am Donnerstag, die Daten aus einer klinischen Studie „im ersten Quartal 2022“ Gesundheitsbehörden weltweit zur Prüfung vorlegen zu wollen. Novavax kündigte außerdem an, im zweiten Quartal 2022 mit klinischen Studien in jüngeren Altersgruppen beginnen zu wollen.

red/Agenturen

Der Impfstoff mit zwei Dosen wurde im Rahmen klinischer Studien in den USA an mehr als 2200 Jugendlichen getestet. Im Studienzeitraum war die Delta-Variante vorherrschend. Die Nebenwirkungen waren in der Regel Schmerzen an der Injektionsstelle, Kopfschmerzen oder Müdigkeit. Die wenigen bestätigten Corona-Fälle in der Gruppe der geimpften Jugendlichen seien zudem mild verlaufen, erklärte das Unternehmen weiter.

„Wir sind ermutigt durch die Ergebnisse in dieser jugendlichen Population angesichts des anhaltenden Bedarfs an alternativen Impfstoffoptionen“, sagte der Chefmediziner des Unternehmens, Filip Dubovsky. In den USA ist bislang nur der Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jugendliche zugelassen. Wie sich später herausstellte, birgt er aber gewisse Risiken in Form von Herzentzündungen, insbesondere für männliche Jugendliche.

In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) den Novavax-Impfstoff seit Anfang Februar für Erwachsene ab 18 Jahren. Der Novavax-Impfstoff wurde am 20. Dezember von den europäischen Behörden zugelassen. Er ist proteinbasiert und unterscheidet sich von anderen in der EU bisher zugelassenen Vakzinen, bei denen es sich entweder um sogenannte mRNA- oder Vektorimpfstoffe handelt. Behörden und Politik hoffen, dass er für Menschen interessant sein könnte, die Impfungen mit den anderen Vakzinen skeptisch betrachten.

 

WEITERLESEN:
Novavax Impfstoff Vakzin
„Wir sind ermutigt durch die Ergebnisse in dieser jugendlichen Population angesichts des anhaltenden Bedarfs an alternativen Impfstoffoptionen“, so Filip Dubovsky, Chefmediziner des Unternehmens.
Pixabay