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Corona-Verordnungen

Wien lockert nun auch Schul-Regeln für Geimpfte und Genesene

Geimpfte und genesene Kinder können ab nächster Woche in Wien auch im Falle von mehreren Infektionsfällen in einer Klasse weiter in die Schule gehen - es findet somit nur mehr eine Teilsperre statt. Das teilte das Büro von Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr (NEOS) am Dienstag mit. Die neuen Regelungen der Gesundheitsbehörde gelten ab kommenden Montag (21. Februar), sie werden analog zu den bereits geltenden Lockerungen in Kindergärten gestaltet.

red/Agenturen

Werden in einer Klasse mehrere Schüler positiv auf das Coronavirus getestet, so wird somit nicht wie bisher die gesamte Klasse nach Hause geschickt, sondern es erfolgt lediglich eine Teilsperre für fünf Tage. Ausreichend geimpfte Kinder - zwei Impfungen bis zum Alter von zwölf Jahren bzw. drei Teilimpfungen bei älteren Kids sind nötig - oder von der Omikron-Variante genesene Kinder können die Klasse weiterhin besuchen.

Absonderung nur für manche

Lediglich die positiv getesteten Kinder selbst und ungeimpfte bzw. nicht genesene Schulkinder werden als Kontaktperson abgesondert. Die Neuregelung durch die Gesundheitsbehörde (MA15) steht laut Stadtratsbüro im Einklang mit den aktualisierten Vorgaben des Gesundheitsministeriums - und werde eine Erleichterung für zahlreiche Kinder und deren Eltern mit sich bringen, zeigt man sich dort überzeugt. Unverändert bleibt die Regelung bei einem einzigen Infektionsfall in der Klasse: Dann wird (ohne das betroffene Kind) normal weiterunterrichtet.

„Es ist wichtig, dass alle Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie an Wiener Bildungseinrichtungen immer adaptiert und wo es möglich ist, gelockert werden. Genau das tun wir ab kommendem Montag in den Wiener Schulen, indem wir genesene und geimpfte Schülerinnen und Schüler im Falle einer Infektion in der Klasse nicht mehr automatisch nach Hause schicken. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit der Neuregelung mehr Planbarkeit und Verlässlichkeit gewährleisten können und diese Maßnahme ein weiterer Schritt in Richtung eines geordneten Unterrichts an Wiener Schulen, wie wir ihn vor der Pandemie kannten, sein wird „, betonte Wiederkehr.

Im Bildungsministerium verwies man darauf, dass die geltenden Schulverordnungen aufrecht bleiben. „Das ist eine Maßnahme der Gesundheitsbehörde. Unsere Regelung im Schulbereich ist damit kompatibel und bleibt vorerst bestehen, denn auf Ebene der Bildungslandesrät/innen gibt es den Wunsch nach einer einheitlichen Vorgehensweise.“ In den anderen Bundesländern bleiben daher die derzeitigen Regelungen aufrecht - außer sie beschließen eine ähnliche Vorgehensweise wie Wien.

Österreichweit 800 Klassen geschlossen

Unmut äußerte man in Kärnten, wo auf eine einheitliche Vorgangsweise gepocht wird. Grundsätzlich sei es zwar möglich, dass die Bundesländer auf Basis von Empfehlungen des Gesundheitsministeriums selbstständig entscheiden, wie bei der Absonderung von Kontaktpersonen vorgegangen wird, hieß es aus dem Büro von Bildungsreferent und Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ): „Aktuell lautet die Bundesempfehlung für den Schulbereich, sobald zwei Kinder positiv getestet sind, gilt für die gesamte Klasse Distance Learning. Das hat den Vorteil, dass damit auch gewährleistet ist, dass alle Schüler im Distance Learning die gleichen pädagogischen Inhalte vermittelt bekommen.“ Kärnten werde daher die aktuelle Regelung bis auf weiteres beibehalten. Die Bundesregierung sei aber jedenfalls gefordert, „auch in diesem Bereich für eine bundesweit einheitliche Vorgangsweise und gleichlautende Regelungen zu sorgen“.

Auch die Steiermark will sich an die geltende Schulverordnung halten und nicht nach Wiener Vorbild vorgehen. Bei den Kindergärten werde übrigens mit Semesterferienbeginn die Verordnung zur Maskenpflicht bei Mitarbeitern zurückgenommen. Sie gilt dann nur mehr für externe Besucher - wie auch schon davor, hieß es am Dienstag aus dem Büro von Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP).

Auch alle anderen Bundesländer verweisen auf die geltenden Vorgaben des Bildungsministeriums bzw. der eigenen Gesundheitsbehörden.

Nach wie vor einheitlich bleibt die Regelung bei einem einzigen Infektionsfall in der Klasse: Dann wird in allen Bundesländern (ohne das betroffene Kind) normal weiterunterrichtet.

 

Schule Grafik
An den Schulen werden die Regelungen lockerer. 800 Klassen sind österreichweit momentan zu.
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