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Coronavirus

Fast 31.000 Neuinfektionen und über 30 Tote in Österreich

Mit 30.914 neuen Corona-Fällen in den vergangenen 24 Stunden hat sich die Zahl der Neuinfektionen nach dem fast schon gewohnten Mittwochshoch mit über 38.000 am Donnerstag wieder nach unten orientiert. Weiter gestiegen ist die Zahl der Spitalpatient:innen, mit 2.263 Personen sind es um 31 mehr als am Vortag. Bei den Intensivpatient:innen sank die Zahl um fünf auf 196 Menschen. Die Zahl der Todesfälle blieb mit 32 weiterhin relativ hoch.

red/Agenturen

Der Sieben-Tages-Schnitt steigt damit auf 26,9, in den vergangenen sieben Tagen wurden 188 Todesfälle in Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung registriert. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 14.503 Tote in Österreich gefordert. Die Zahl der aktiven Fälle befindet sich indes im stetigen, aber langsamen Rückgang und liegt jetzt bei 306.438 aktive Fällen, ein Rückgang von rund zehn Prozent in einer Woche, das Plateau der aktuellen Pandemiewelle scheint also rückläufig.

Insgesamt wurden in den vergangenen 24 Stunden 969.975 PCR- und Antigen-Schnelltests eingemeldet, davon 592.060 aussagekräftigere PCR-Tests mit einer Positiv-Rate von 5,2 Prozent, was genau dem Wochenschnitt entspricht. Dieser liegt derzeit bei den drei Bundesländern Oberösterreich, Kärnten und Vorarlberg bei über zehn (12,4, 11,5 sowie 11,2 Prozent).

10.364 Impfungen sind am Mittwoch durchgeführt worden, vor einer Woche waren es noch 16.948 gewesen, die Mehrheit davon waren Booster-Impfungen. Insgesamt haben laut den Daten 69,8 Prozent der Österreicherinnen und Österreicher einen gültigen Impfschutz, ein Anstieg von 0,3 innerhalb einer Woche. Am höchsten ist die Schutzrate (gültiges Impfzertifikat) weiterhin im Burgenland mit 75,8 Prozent, wie sie in Oberösterreich mit 65,4 Prozent am niedrigsten ist.

Vorarlberg ist hingegen das Bundesland mit der höchsten Sieben-Tages-Inzidenz (2.619,2) gefolgt von Oberösterreich, Kärnten und Niederösterreich (2.582,5, 2509,6 bzw. 2.427,4). Weiters folgt die Steiermark mit 2.374,4. In Wien (2.213,3), Tirol (2.120,1), Salzburg (2.012,8) und dem Burgenland (1.670,2) liegt die Inzidenz unter dem Österreichschnitt, der leicht gesunken ist und derzeit bei 2.336,4 liegt.

Corona-Ampel: Trend minimal rückläufig

Auch wenn die Politik die Pandemie-Maßnahmen zum größten Teil außer Kraft setzt, leuchtet die Corona-Ampel weiter knallrot. Sämtliche Bundesländer und auch der Gesamt-Staat sind unverändert deutlich von der orangen Zone entfernt, auch wenn man auf eine neue Bewertung umgestellt hat, die niedrigere Risikozahlen zur Folge hat. Immerhin ist der 14-Tage-Trend bei den Infektionen leicht rückläufig.

Die Corona-Kommission hat die Parameter für die Risikozahl, die die Farbgebung bestimmt, umgestaltet. Damit will man auf das vergleichsweise geringere Risiko durch die Omikron-Variante reagieren. Doch auch mit diesem Kniff schafft man es nicht, wenigstens ein Bundesland von der roten Höchstrisiko-Zone in den orangene Bereich des hohen Risikos zu hieven.

Die niedrigste Risikozahl hat jetzt Wien mit 150,8. Vor einer Woche betrug sie noch 1.473. Freilich hat der mächtige Rückgang weniger mit dem Abflachen des Infektionsgeschehens zu tun als mit der neuen Berechnungsmethode. Denn hätte man vergangene Woche schon die selben Parameter angelegt, wäre in der Bundeshauptstadt die Zahl 160,7 herausgekommen.

Zwei-Wochen-Trend liegt bei minus fünf Prozent

Was die Infektionszahlen angeht, liegt der 14-Tage-Trend im Bundesschnitt bei minus fünf Prozent. Ein Anstieg wurde in diesem Zeitraum nur in Kärnten und Niederösterreich verzeichnet und der war mit drei Prozent moderat. Den stärksten Rückgang verzeichneten mit jeweils 14 Prozent das Burgenland und Tirol.

Gar nicht mehr angeführt wird im - der APA vorliegenden - Arbeitspapier der Kommission der Prozentsatz der abgeklärten Fälle, verzichtet man doch in weiten Teilen des Landes mehr oder weniger auf das Contact Tracing. Asymptomatisch waren zuletzt 31 Prozent der Fälle, wie üblich mit Abstand am meisten in Wien mit 66 Prozent. Getestet wurde für einmal im Burgenland am meisten - 117.233 mal auf 100.000 Einwohner gerechnet. Dort gab es prozentuell auch das geringste Verhältnis positiv Getesteter zur Anzahl der Tests. Beim Schlusslicht Tirol war es nicht einmal die Hälfte der Tests, folgerichtig waren dort ebenso wie in Vorarlberg besonders viele Tests positiv.

Die Bezirke mit den niedrigsten Fallinzidenzen während der vergangenen beiden Wochen liegen im Burgenland, nämlich Eisenstadt-Stadt und Eisenstadt-Umgebung. Am anderen Ende der Skala liegt Völkermarkt in Kärnten.

Corona Covid-19
Weiter gestiegen ist hierzulande auch die Zahl der Spitalspatient:innen, mit 2.263 Personen sind es um 31 mehr als am Vortag.
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