Coronavirus

Elf Prozent Personalausfall in burgenländischen Spitälern

In den burgenländischen Spitälern herrscht coronabedingt eine angespannte Lage. Sowohl in den Häusern der KRAGES (Burgenländische Krankenanstalten GmbH) als auch im Eisenstädter Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sind rund elf Prozent des Personals durch Krankenstände ausgefallen, hieß es auf Anfrage der APA. Planbare Operationen müssen zum Teil bereits verschoben werden.

red/Agenturen

Im Burgenland wurden laut Koordinationsstab Coronavirus am Freitag 1.683 Neuinfektionen verzeichnet. 130 Erkrankte befinden sich aktuell in Spitalsbehandlung, 14 davon auf der Intensivstation. Seit den Öffnungsschritten ist die Tendenz stark steigend, erklärte Leo Szemeliker, Kommunikation Burgenland GmbH. Man bewege sich in der Omikron-Welle zwar auf einer etwas anderen Ebene als in der Delta-Welle, die Belastung für das Personal sei aber nicht geringer.

Akute und dringende Fälle würden natürlich operiert, planbare Eingriffe werden aber bereits abgesagt. Auch die Terminambulanzen werden reduziert und Bettenstationen mussten schon geschlossen werden. „Es ist derzeit schwierig, Dienste zu besetzen. Teilweise wird Personal aus dem Urlaub zurückgeholt. Es ist eine durchaus angespannte Lage", so Szemeliker, der an die Bevölkerung appellierte, die Hygienemaßnahmen einzuhalten und Masken zu tragen.

Auch aus dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in der Landeshauptstadt sind die Personalkapazitäten laut Sprecherin Carla Schmirl „aufs Äußerste“ angespannt. Derzeit sind hier ebenfalls elf Prozent der Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen im Krankenstand. Dies erfordere fast stündliches Steuern und Planen aufgrund sich ändernder Gegebenheiten und von den Mitarbeitern eine gehörige Portion Flexibilität.