Pflegekrise

Verdacht fahrlässiger Tötung in St. Pöltner Heim

Im Zusammenhang mit dem Tod von Bewohnern eines privat geführten Pflegeheims im Bezirk St. Pölten hat die Staatsanwaltschaft in der niederösterreichischen Landeshauptstadt Ermittlungen aufgenommen. Im Raum stehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung sowie der fahrlässigen Körperverletzung in mehreren Fällen, teilte ein Sprecher der Anklagebehörde am Freitag auf Anfrage mit. Es seien mehrere Obduktionen durchgeführt worden, auf entsprechende Gutachten werde gewartet.

red/Agenturen

Nähere Details zu dem Fall nannte der Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten nicht. Verwiesen wurde darauf, dass aktuell noch Vernehmungen auf dem Programm stehen würden. Offen blieb indes auch, ob die Ermittlungen zunächst gegen unbekannte Verdächtige oder bereits gegen konkrete Beschuldigte geführt werden.

Einem Bericht der „Kronen Zeitung“ (Freitagsausgabe) zufolge kamen die Erhebungen ins Rollen, weil Ärzte im Universitätsklinikum St. Pölten auf den bedrohlichen Gesundheitszustand eines ins Spital eingelieferten Heimbewohners aufmerksam gemacht hatten. Nicht ausgeschlossen sei, dass es im Pflegeheim wegen Corona-bedingter Personalengpässe an ausreichender Vorsorge gefehlt habe. Für die Einrichtung gilt laut dem Bericht nun ein Aufnahmestopp.