Eurostat

Sieben Prozent der EU-Bürger waren 2014 chronisch depressiv

Österreich liegt mit 7,7 Prozent leicht über dem Schnitt. In allen EU-Staaten Frauen stärker von der Krankheit betroffen als Männer.

red/Agenturen

Anlässlich des weltweiten Tages für psychische Gesundheit hat Eurostat am Mittwoch eine Statistik veröffentlicht, wonach im Jahr 2014 sieben Prozent der Bevölkerung in der Europäischen Union chronisch depressiv waren. Österreich lag mit 7,7 Prozent an chronisch Depressiven leicht über dem Schnitt. Frauen litten in allen EU-Staaten häufiger unter der Krankheit.

So waren 2014 in Österreich 9,5 Prozent der Frauen chronisch depressiv, während es bei den Männern 5,7 Prozent waren. Die größten Unterschiede zwischen den Geschlechtern gab es in Portugal, wo 17,5 Prozent der Frauen chronisch depressiv waren und nur 5,9 Prozent der Männer. Aber auch in Spanien, Lettland und Schweden betrug die Differenz zwischen Frauen und Männern über fünf Prozentpunkte.

Den höchsten Anteil von chronisch Depressiven an der Gesamtbevölkerung wurde in Irland mit zwölf Prozent verzeichnet, gefolgt von Portugal (11,9 Prozent), Deutschland (10,6 Prozent) und Finnland (10,5 Prozent). Am wenigsten chronisch Depressive gemessen an der Gesamtbevölkerung gab es in Rumänien mit 1,5 Prozent, gefolgt von Bulgarien (3,2 Prozent), Zypern (3,6 Prozent) und Tschechien (3,9 Prozent).

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