Krankenkassen

FSG: „Mit aller Kraft“ gegen teures ÖGK-Logo kämpfen

Die Fraktion der Sozialdemokratischen Gewerkschafter in der Sozialversicherung will „mit aller Kraft“ gegen die Realisierung eines teuren neuen Logos für die mit Jahresanfang an den Start gehende Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) ankämpfen. Bereits am Wochenende kam es nach Berichten über einen Erstentwurf, für den rund 400.000 Euro veranschlagt wurden, zu scharfer Kritik.

red/Agenturen

Die ÖGK hatte diese Kritik als falsch bzw. verkürzt dargestellt zurückgewiesen. Bei dem Angebot über 400.000 Euro gehe es um mehr als nur das Logo, zudem sei der Auftrag noch nicht erteilt, sondern erst ein Angebot eingeholt worden, hieß es.

FSG: Bisheriges Sozialversicherungs-Logo für ÖGK adaptieren

Am Dienstag erklärte nun die Fraktionsvorsitzende der Sozialdemokraten in der Sozialversicherung, Barbara Teiber, gegen die „Verschwendung von Versichertengeld“ werde man „mit aller Kraft ankämpfen. Daher bringen wir eine Spar-Variante für das neue ÖGK-Logo ein.“ Die FSG werden in der nächsten Sitzung des Verwaltungsrates vorschlagen, „das bisherige Sozialversicherungs-Logo, wie es auch auf der E-Card zu sehen ist, für die ÖGK zu adaptieren“.

400.000 Euro Versichertengeld für ein Sozialversicherungs-Logo auszugeben hält die FSG für „grundfalsch“. „Das Geld sollte besser ausgegeben werden, etwa um dem Hausarztmangel entgegenzuwirken“, so Teiber. „Durch die schwarzblaue Kassenreform wird Geld zum Fenster hinausgeschmissen, anstatt es für Patienten und Patientinnen zu verwenden“, so die Gewerkschafterin.

Neben den veranschlagten 400.000 Euro für das Logo sorgten bereits am Montag auch angeblich ausgeschriebene Beraterleistungen in Höhe von zehn Mio. Euro für Aufregung. Die ÖGK sprach diesbezüglich gestern von „Fakenews“. Genannt wurden hingegen ein „Maximalrahmen“ für die strukturelle Krankenkassen-Fusion im Ausmaß von 6.230.170 Euro, ein Rahmenbudget von 400.000 Euro für das „Rebranding“ und 500.000 Euro für „Personal- und Organisationsentwicklung sowie Change-Management im Rahmen der Organisationsreform“.