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Geberkonferenz in Frankreich

14 Milliarden US-Dollar gegen Aids und Tuberkulose sind fixiert

Das kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron nach einer zweitägigen Konferenz in Lyon an. Microsoft-Gründer Bill Gates sagte 700 Millionen US-Dollar von seiner Stiftung zu, die deutsche Bundesregierung stellte nach Angaben von Hilfsorganisationen für den Zeitraum von 2020 bis 2022 mehr als eine Milliarde Euro in Aussicht.

red/Agenturen

Mit einem Appell für mehr Finanzmittel hat der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria seine Geberkonferenz in Frankreich begonnen. Françoise Vanni, Direktorin für Außenbeziehungen des Fonds, sagte am Mittwoch in Lyon, der Kampf gegen die Krankheiten müsse verstärkt werden, um in den kommenden drei Jahren rund 16 Millionen Menschenleben zu retten. Es sei bereits viel erreicht worden, doch die Krankheiten seien widerstandsfähig.

An der zweitägigen Konferenz nehmen rund 700 Menschen teil, unter ihnen rund zehn Staats- und Regierungschefs, vor allem aus Afrika. Die Präsident von Burkina Faso, Roch Marc Kaboré, sagte, es gebe viele Hindernisse im Kampf gegen die Krankheiten. Er machte auf die angespannte Sicherheitslage in seinem Land aufmerksam. In der Sahelzone südlich der Sahara sind etliche bewaffnete radikalislamische Gruppen aktiv.

„Die Anstrengungen aller müssen verstärkt werden“, forderte die französische Gesundheitsministerin Agnès Buzyn. Es müsse alles getan werden, um die drei Krankheiten - wie schon früher angekündigt - bis 2030 auszumerzen. Pro Jahr gebe es immer noch rund 2,8 Millionen Todesopfer. Bisher habe der Globale Fonds dafür gesorgt, 32 Millionen Menschenleben zu retten.

Auch US-Milliardär Bill Gates zieht mit

Rund 200 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen hatten schon vor dem Beginn der Konferenz in der Tageszeitung „Le Monde“ darauf hingewiesen, die angepeilten und nun zugesagten 14 Milliarden Dollar seien das „strikte Minimum“. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria war 2002 auf Initiative der G8-Gruppe der großen Industriestaaten und des damaligen UN-Generalsekretärs Kofi Annan gegründet worden.

Auch U2-Sänger Bono warb in ihrem Namen für Spenden. Er sprach nach Abschluss gemeinsam mit seiner Organisation ONE von einem „Riesenerfolg im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria".

Dies sei möglich geworden, weil Geber wie Deutschland, Frankreich, die USA und Großbritannien ihre Zusagen um mindestens 15 Prozent erhöht hätten, betonte ONE. „Alleine Deutschland hat eine Milliarde Euro für die kommenden drei Jahre zugesagt", hieß es. Organisationen wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und Oxfam bestätigten die Summe.

Frankreichs Präsident Macron hatte als Schirmherr als erster eine Aufstockung der nationalen Mittel um 15 Prozent angekündigt. „Ich lasse niemanden aus dem Saal, solange die 14 Milliarden nicht erreicht sind", sagte er zu den 700 Delegierten aus aller Welt. Microsoft-Gründer Gates betonte: „Jeder Dollar, Euro oder Yen und jedes Pfund ist extrem nützlich."

Deutschland ist viertgrößter Geldgeber des Globalen Fonds nach den USA, Großbritannien und Frankreich. Die Bundesregierung hatte für den Zeitraum 2017 bis 2019 nach Angaben des Fonds mehr als 940.000 Dollar zugesagt. Die Organisation unterstützt die Prävention und Behandlung von Aids, Tuberkulose und Malaria in mehr als hundert Ländern. Weltweit sterben an diesen Krankheiten jährlich fast drei Millionen Menschen.

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Eine große Geberkonferenz in Frankreich wollte Milliarden einsammeln, um gefährliche Krankheiten wie Aids und Malaria zu besiegen- es ist gelungen..
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