Abtreibungsgegner demonstrieren am Samstag in Wien

Konservative Abtreibungsgegner demonstrieren am Samstag in Wien neuerlich für die Verschärfung der „Fristenregelung“. Erwartet werden bis zu 3.000 Teilnehmer, die unter anderem eine verbindliche Bedenkzeit für Frauen vor Abtreibungen fordern. Scharfe Kritik an der katholischen Kirche, die die Veranstaltung unterstützt, übt in diesem Zusammenhang der Gynäkologe Christian Fiala.

red/Agenturen

Fiala warf der katholischen Bischofskonferenz in einer Aussendung am Freitag vor, aus Kalkül „verdeckt politische Initiativen“ ins Leben zu rufen, um ihre „antiquierte Sexualmoral erneut zu etablieren und die Fristenlösung aufzuweichen“. Fiala forderte die Bischofskonferenz auf, mit diesem „Versteckspiel“ aufzuhören und sich zur Urheberschaft dieser „pseudo-unabhängigen Plattformen“ zu bekennen. Als Beispiele nannte er auch die „Aktion Leben“ und die konservative Initiative „fairändern“.

Außerdem warf Fiala der Kirche in dieser Frage Doppelmoral vor und verwies etwa auf „die Eskapaden“ rund um den ehemaligen Kärntner Bischof Alois Schwarz, gegen den derzeit die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) ermittelt.

ÖAMTC rechnet mit Staus am Wiener Ring

Die Erzdiözese Wien unterstützt die Ziele des Vereins „Marsch fürs Leben“, wie sie dem „Standard“ (Freitag-Ausgabe) sagte. Außerdem wird die Erzdiözese auf Facebook als „Gastgeber“ (also Mitveranstalter) der Aktion genannt - neben dem Cartellverband, der „Plattform Christdemokratie“ und „Jugend für das Leben“.

Mit Staus und Umleitungen müssen Autofahrer laut ÖAMTC ab 14.30 Uhr am Ring vor dem Stadtpark, am Franz-Josefs-Kai und auf der Zweierlinie in beiden Richtungen rechnen. Der Autofahrerklub empfiehlt Verkehrsteilnehmern großräumig auszuweichen bzw. öffentliche Verkehrsmittel zu benützen. Das Ende der Demo ist für 17 Uhr geplant.
 

Gynäkologischer Stuhl
Neben einem weit gefassten Verbot von „Werbung“ für Abtreibungen sah das von dm slowanischen Parlament abgelehnte Gesetz Maßnahmen vor, die abtreibungswillige Frauen unter Druck setzen sollten, ihre Entscheidung nochmals zu überdenken.
Homonstock_iStock