Nordsyrien

CARE: Frauen und Kinder leiden besonders

„Viele Frauen im Nordosten von Syrien fliehen mit nichts als ihrer Kleidung und den Kindern auf den Armen. Sie brauchen dringend unseren Schutz und unsere Hilfe.“ Das fordert Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin der Hilfsorganisation CARE Österreich, in einer Aussendung vom Freitag.

red/Agenturen

Die Organisation verweist vor allem auf die Leiden von schwangeren Frauen, denen oft die medizinische Unterstützung und Versorgung fehlt. Außerdem müssten die Frauen wegen der gedrängten Unterbringung der Geflüchteten im Gemeinschaftsunterkünften oftmals im Dunkeln im Freien auf die Toilette gehen, was ein Sicherheitsrisiko darstelle. „Wir beobachten zunehmend Depressionen und Angst bei Frauen und Mädchen. Dies betrifft vor allem junge und schwangere Frauen, von denen viele zum ersten Mal vertrieben wurden. Sie weinen und wünschen sich nichts mehr, als nach Hause zurückzukehren“, zitiert die Aussendung eine CARE-Helferin in Nordsyrien.

Der Bedarf an lebenswichtigen Hilfsgütern - einschließlich warmer Kleidung für den nahenden Winter - sei groß, erinnert CARE. Laut Vereinten Nationen erreiche die Zahl der Vertriebenen in der Region fast 180.000.

Die Hilfsorganisation verweist auch auf die immer dramatischere Flüchtlingssituation im Irak. „Die Region Kurdistan im Irak beherbergt bereits fast 230.000 Flüchtlinge aus Syrien sowie mehr als 1 Million Iraker, die innerhalb der Landesgrenzen vertrieben wurden. Die Camps stoßen an ihre Grenzen“, warnt Barschdorf-Hager.

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Die Organisation CARE verweist vor allem auf die Leiden von schwangeren Frauen, denen oft die medizinische Unterstützung und Versorgung fehlt.
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