LKH Graz

Bundes-Finanzierung für drittes Baupaket gesichert

Der Bundes-Zuschuss bei der Finanzierung des dritten Bau-Pakets für das Universitätsklinikum Graz - nach „LKH 2000“ und „LKH 2020“ - ist unter Dach und Fach. Wie Gesundheitslandesrat Christopher Drexler (ÖVP) vergangenes Wochenende via Aussendung mitteilte, werden bis 2027 weitere rund 112,7 Millionen Euro investiert. Ein Drittel davon übernimmt der Bund. Vor allem die Radiologie soll damit erneuert werden.

red/Agenturen

Drexler, Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer (ÖVP) und die Vorstände der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes), Karlheinz Tscheliessnigg und Ernst Fartek, hatten die Verhandlungen mit der vorherigen Bundesregierung und Finanzminister Hartwig Löger sowie mit dem aktuellen Finanzminister Eduard Müller geführt. Letzte Verhandlungsrunden haben nun eine Vereinbarung der Investitionssummen und der Kostenverteilung gebracht.

Geplant sind Struktur-Investitionen, „um noch modernere Behandlungsmöglichkeiten bieten zu können“. So soll die Radiologie erweitert und auf die neuesten Standards der Medizintechnik gehoben werden. Damit würden künftige Entwicklungen im Bereich der Computertomographie und Magnetresonanz sowie der Angiografie bestmöglich abgebildet, aber auch den Anforderungen der modernen Nuklearmedizin entsprochen. Außerdem sollen die Rahmenbedingungen für Forschung und Lehre am Standort Graz in diesem Bereich ebenfalls „zukunftsfit“ werden. Den zweiten Schwerpunkt bilden „weitere Optimierungen im Bereich der chirurgischen Versorgung inklusive der Errichtung einer zentralen Notaufnahme“.

Lange Verhandlungen im Vorfeld

Das „LKH 2020“-Paket ist laut Drexler bald abgearbeitet. Zusammen mit „LKH 2000“ wurden bisher bereits rund eine Milliarde Euro von Bund und Land in die steirischen Kliniken investiert. Sobald die letzten Formalschritte abgeschlossen seien, werde die KAGes die Planungsarbeiten für das neue Paket aufnehmen. Es soll zudem auch die Modernisierung der übergeordneten Infrastruktur wie Logistik, Tunnel und Versorgungsnetze beinhalten.

Für Schützenhöfer sei dieses Paket zukunftsweisend: „Es waren harte Verhandlungen, aber ich danke allen aktiven und ehemaligen Regierungsmitgliedern, die dieses Gesundheitspaket für die Steiermark möglich machen.“ Finanzminister Müller sprach von „langen Verhandlungen zwischen dem Bund und der Steiermark“. Mit der Finanzierung habe man sich auch auf eine „Vielzahl von innovativen Effizienzmaßnahmen verständigt, um sicherzustellen, dass das Geld zielgerichtet eingesetzt wird und es den Patientinnen und Patienten zugutekommt“. Drexler zufolge habe die moderne Medizin „eine Rasanz erreicht, der wir nur mit großer Anstrengung baulich und strukturell folgen können“.