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Coronavirus

Temperaturmessen in lombardischen Betrieben Pflicht

Seit (heutigem) Montag wird in allen lombardischen Betrieben die Temperatur der Mitarbeiter zu Beginn des Dienstes gemessen. „Diese Maßnahme wird uns bei der Eingrenzung des Coronavirus helfen“, sagte der lombardische Gesundheitsbeauftragte Giulio Gallera im Interview mit dem TV-Sender „Canale 5“.

red/Agenturen

Die Lombardei prüfe mit Aufmerksamkeit die epidemiologische Entwicklung angesichts der Lockerung der Ausgangssperre Anfang vergangener Woche. „Um die Auswirkungen dieser Lockerungen festzustellen, werden wir circa zwei Wochen brauchen. Wichtig ist, dass wir weiterhin sehr verantwortungsbewusst vorgehen“, sagte Gallera.

Regionen verschärfen Druck auf Regierung für Wiedereröffnung aller produktiven Tätigkeiten ab dem 18. Mai

In der Lombardei, dem Epizentrum des Coronavirus-Ausbruchs in Italien, stieg die Zahl der Todesopfer am Sonntag innerhalb von 24 Stunden um 62 auf 14.986. Die Zahl der aktuell Infizierten lag in der gesamten Region bei 30.190. Demnach befanden sich 5.428 Covid-19-Patienten noch in lombardischen Spitälern, 348 davon auf Intensivstationen.

Die Regionen verschärfen indes ihren Druck auf die Regierung in Rom für die Wiedereröffnung aller produktiven Tätigkeiten ab dem 18. Mai, doch das Kabinett von Premier Giuseppe Conte bremst. „Ab dem 18. Mai wird in Italien eine neue Phase beginnen. Die verschiedenen Aktivitäten werden aufgrund der epidemiologischen Lage auf regionaler Basis neu starten können. Alle Betriebe, Handwerker und Shops müssen jedoch die Sicherheitsprotokolle einhalten“, warnte Regionsminister Francesco Boccia.

Italien will bei mehr Infektionen Maßnahmen verschärfen

Zuletzt erklärte Italiens Regierung zur Verschärfung der Vorsichtsmaßnahmen entschlossen zu sein, sollten die Epidemiezahlen im Land wieder in die Höhe schnellen, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli vor dem Parlament am Freitag. „Mit dem richtigen Verhalten seitens der Bürger hoffen wir jedoch, dass die Vorsichtsmaßnahmen aufs Minimum reduziert oder ganz abgeschafft werden“, so Borrelli. Nach knapp zwei Monaten kompletten Stillstands wegen des Coronavirus hat in Italien am vergangenen Montag die „Phase 2“ begonnen. Damit wurde ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität unternommen.

Italien ist zur Verschärfung der Vorsichtsmaßnahmen entschlossen, sollten die Epidemiezahlen im Land wieder in die Höhe schnellen. „Wir prüfen die Lage genau“, sagte Zivilschutzchef Angelo Borrelli vor dem Parlament am Freitag. „Mit dem richtigen Verhalten seitens der Bürger hoffen wir jedoch, dass die Vorsichtsmaßnahmen aufs Minimum reduziert oder ganz abgeschafft werden“, so Borrelli.

Nach knapp zwei Monaten kompletten Stillstands wegen des Coronavirus hat in Italien am vergangenen Montag die „Phase 2“ begonnen. Damit wurde ein wichtiger Schritt zurück in die Normalität unternommen. Zwar lockerte die Regierung die Vorsichtsmaßnahmen geringer, als es sich die Italiener nach siebenwöchiger Quarantäne erhofft hatten, die Menschen erhalten jedoch jetzt ein wenig mehr Bewegungsfreiheit.

Mehrere italienische Regionen machen Druck für eine stärkere Lockerung der Maßnahmen. So fordern sie, dass Kleinhandel, Tourismus und Gastronomie, die erst am 1. Juni neu starten sollen, schon früher wiedereröffnen können. Kärntens Nachbarregion Friaul Julisch Venetien verlangt einen Neustart des Handels bereits ab dem kommenden Montag. Italien gehört mit rund 30.000 Toten und 90.000 aktuell positiv getesteten Menschen zu den am stärksten in Europa von der Pandemie getroffenen Ländern.

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Die Maskenpflicht in geschlossenen Räumen soll in Italien bis mindestens Ende Juli gelten.
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