85 Neuinfektionen in Österreich: Zweistelligkeit bleibt

In Österreich haben sich innerhalb von 24 Stunden (Stand: 9.30 Uhr) 85 Personen neu mit dem Coronavirus infiziert. Die meisten Betroffenen gab es mit 24 erneut in Wien, wie aus den Zahlen des Innenministeriums vom Mittwoch hervorgeht. Damit war die Zahl der Neuinfektionen seit Monatsbeginn jeweils im zweistelligen Bereich - vergangenen Freitag wurden hingegen noch 175 vermeldet.

red/Agenturen

Derzeit befinden sich 115 Personen aufgrund des Coronavirus in einem Krankenhaus und davon 25 auf Intensivstationen. 719 Personen sind an den Folgen des Virus verstorben und 19.464 wieder genesen. Bisher gab es in Österreich 21.566 positive Testergebnisse.

Nach drei Coronavirus-Fällen in einem Pflege- und Betreuungszentrum in Berndorf (Bezirk Baden) ist am Mittwoch ein umfangreiches Screening aller 250 Mitarbeiter und Klienten abgeschlossen worden. Sämtliche Testergebnisse waren negativ, teilte ein Sprecher von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) mit. Lediglich eine Person müsse nachgetestet werden.

Wie am vergangenen Freitag bekannt wurde, waren eine Patientin, eine Pflegerin und eine Mitarbeiterin zuvor an Covid-19 erkrankt. Alle Betroffenen wurden daraufhin unter Quarantäne gestellt, zudem wurde ein Besuchsverbot für die Einrichtung erlassen.

Feuerwehrmänner aus Bruck a.d. Leitha nach Unfalleinsatz in Quarantäne

Wie die „NÖN“ („Niederösterreichische Nachrichten“) berichteten, kämpft auch die Feuerwehr von Bruck a. d. Leitha mit Corona-Sorgen. Hintergrund ist ein Verkehrsunfall mit fünf Schwerverletzten auf der Ostautobahn (A4) bei Enzersdorf a. d. Fischa (Bezirk Bruck a. d. Leitha) am 28. Juli. Damals war ein Auto in Richtungsfahrbahn Wien im gesperrten Bereich einer Baustelle verunglückt. Vier der fünf Insassen trugen laut „NÖN“ das Virus in sich.

Sechs Feuerwehrmitglieder kamen mit den Infizierten in Kontakt. Drei der Helfer wurden unter Quarantäne gestellt, drei weiteren wurde eine Verkehrsbeschränkung auferlegt. Auf die Einsatzbereitschaft hätten die Absonderungen aber keine Auswirkungen, betonte die Feuerwehr.

Betroffener Schlachthof in NÖ wieder in Betrieb

Der Corona-bedingt geschlossene Schlachthof in Eggenburg (Bezirk Horn) hat seinen Betrieb wieder aufgenommen. Nachdem bereits am Montag die Produktionshalle geöffnet hatte, sperrten am Mittwoch auch die beiden Filialen auf. Begleitet werden die Beschäftigten einer Unternehmenssprecherin zufolge durch die ABC-Abwehrgruppe. Ziel sei, das bestehende Hygienekonzept weiter zu verschärfen.

Bereits seit März wurde im Betrieb u.a. auf Desinfektionsschleusen gesetzt. Nun werden die Mitarbeiter zudem in einzelne Gruppen aufgeteilt, die sich nicht durchmischen sollen, wie auch die „NÖN“ berichtete. Dies soll garantieren, dass beim Auftreten eines neuerlichen Infektionsfalls „nicht der ganze Betrieb geschlossen werden muss“, sagte die Unternehmenssprecherin zur APA. Vor der Öffnung wurden die Räumlichkeiten durch eine private Firma desinfiziert - „in enger Abstimmung mit den Behörden“, wie die Sprecherin betonte.

Die Covid-19-Fälle in dem Schlachtbetrieb waren am 15. Juni bekannt geworden. Gezählt wurden in Summe 39 direkt Infizierte, 244 Mitarbeiter wurden abgesondert. Behördlich geschlossen wurde das Unternehmen nie. Aufgrund der hohen Anzahl an in Quarantäne befindlichen Mitarbeitern stand der Betrieb jedoch für rund drei Wochen still.

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