Coronavirus

Schwangere in der Schweiz neu bei Risikopersonen

Bei ihnen ist das Risiko, das eine Covid-19-Erkrankung schwer verläuft, etwas höher als bei gleichaltrigen Frauen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) habe sich aufgrund der Stellungnahme der Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe für diese Vorsichtsmassnahme entschieden, hiess es.

red/Agenturen

Das sagte Patrick Mathys, Leiter Sektion Krisenbewältigung und internationale Zusammenarbeit im BAG, am Mittwoch.

Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle im BAG, fügte an, dass das Risiko durch Covid-19 für Schwangere gegenüber Gleichaltrigen gemäss Studien das Anderthalbfache bis zum Fünffachen betrage. Ein Risiko bestehe auch für das ungeborene Kind, etwa wenn eine Geburt wegen Covid-19 vorzeitig ausgelöst werden müsse.

Schwangere Frauen seien gehalten, sich genau an die Abstands- und Hygieneregeln zu halten, sagte Masserey. Gehe es um den Schutz der Frauen am Arbeitsplatz, seien die Arbeitgeber in der Pflicht, sowie bei anderen Risikopersonen, etwa Menschen mit Vorerkrankungen.

Noch kein Impfstoffvertrag

Keine News gab es am Mittwoch betreffend eines Kaufvertrages für einen Coronavirus-Impfstoff. BAG-Direktor Pascal Strupler hatte am Dienstag gesagt, dass die Schweiz „nur ein paar Stunden“ vor dem Abschluss der Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Unternehmen Moderna stehe.

„Bis wir unterschriftsreife Verträge haben, sagen wir nichts weiteres dazu“, sagte Mathys. Sobald es einen Fortschritt gebe, informiere der Bund umfassend.

Aufhorchen liess am Mittwoch dagegen eine Studie des Freiburger Spitals (HFR). Demnach haben zwei Drittel der Corona-Spitalpatienten auch nach der Rückkehr nach Hause Symptome wie Müdigkeit und Atembeschwerden.