Coronavirus

Italien debattiert weiter über Vorschriften

Italiens Regierung berät über eine Reihe von Anti-Coronavirus-Vorschriften, die noch diese Woche angekündigt werden sollen. So sollen in Hochgeschwindigkeitszügen weiterhin die Abstandsregeln gelten, während Regionalzüge bei voller Besetzung der Sitzplätze fahren dürfen. Aufrecht bleibt die Pflicht zum Mundschutz, wenn die Distanz von einem Meter nicht eingehalten werden kann.

red/Agenturen

Keine Einschränkungen gibt es in Flugzeugen, in denen Passagiere sich nicht gegenüber sitzen, sondern nebeneinander. Ab 15. August sollen in Italien wieder Kreuzfahrten starten, allerdings im Corona-Modus. So darf es zu keinen Ansammlungen in den Sälen, an der Bar, in den Restaurants und in den Spielhallen der Schiffe kommen. An Ausflügen darf sich nur eine beschränkte Zahl an Reisenden beteiligen. Den Passagieren muss die Temperatur gemessen werden.

Auch Kongresstourismus und Messen sollen in Italien neu starten, allerdings mit strengen Regeln bei der Besucherzahl, lautet das Vorhaben der Regierung. Die Öffnung von Diskotheken, schon für Mitte Juli erwartet, soll weiterhin verschoben werden. Auch Stadien bleiben vorerst für Fans geschlossen.

Maßnahmenpaket kommende Woche verabschiedet

Inzwischen feilt die Regierung an Maßnahmen in Hinblick auf den Neustart des Schuljahres am 14. September. Kinder unter sechs Jahren werden keinen Mundschutz tragen müssen. Vorgesehen sind Klassen mit einer niedrigeren Schülerzahl. Geplant ist die zusätzliche Anstellung von Lehrern. Schulbusse werden wieder eingeführt.

Zu den erwarteten Beschlüssen der Regierung gehört auch die weitere Stützung der notleidenden Wirtschaft im Umfang von rund 25 Milliarden Euro. Das Maßnahmenpaket soll kommende Woche verabschiedet werden. Vorgesehen ist bis Jahresende eine Verlängerung des Verbots für Unternehmen, Personal zu kündigen. Kurzarbeit soll verlängert werden, Maßnahmen sind zur Stützung von besonders belasteten Wirtschaftssektoren, wie Tourismus, Gastronomie und Kultur vorgesehen.

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