„America First“ - USA beharren auf ersten Impfstoff

Die USA wollen einen möglichen US-Corona-Impfstoff mit dem Rest der Welt erst teilen, wenn - „America First“ - die USA genug bekommen haben. „Unsere erste Priorität ist natürlich die Entwicklung und Produktion einer ausreichenden Menge von sicheren und wirksamen durch die FDA zugelassenen Impfstoffen und Medikamenten zum Einsatz in den Vereinigten Staaten“, sagte US-Gesundheitsminister Alex Azar.

red/Agenturen

Der Politiker äußerte sich am Montag während eines Besuchs in Taiwan. Sobald der Bedarf der USA gedeckt sei, gehe er davon aus, dass diese Produkte der Weltgemeinschaft zu einer fairen und angemessenen Verteilung zur Verfügung stehen.

US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche von der Möglichkeit gesprochen, dass es einen Impfstoff noch vor der US-Wahl am 3. November geben könnte. Experten des Präsidialamts zeigen sich weniger optimistisch: In einem Reuters-Interview sagte US-Seuchenexperte Anthony Fauci zuletzt, eine Zulassung könnte Ende des Jahres vorliegen, im Frühjahr dann Millionen Impfeinheiten. Weltweit befinden sich mehr als 200 Covid-19-Impfstoffkandidaten in der Entwicklung, davon mehr als 20 in klinischen Studien am Menschen.

Zur Entscheidung der USA, aus der Weltgesundheitsorganisation WHO auszutreten, sagte Azar, das bedeute nicht, dass die Vereinigten Staaten weniger internationales Engagement für die weltweite öffentliche Gesundheit aufbringen wollten. „Die Vereinigten Staaten waren und werden immer der größte Geldgeber für die weltweite öffentliche Gesundheit der Welt bleiben.“

WEITERLESEN: