Entwicklung in Südamerika weiter besorgniserregend

Mit bereits mehr als 15.000 Todesopfern in Kolumbien und Rekord-Ansteckungszahlen in Peru bereitet die Corona-Pandemie in Südamerika weiter große Sorgen. Das Gesundheitsministerium in Bogota teilte am Sonntag (Ortszeit) mit, in den vergangenen 24 Stunden sei die Zahl der Corona-Opfer in Kolumbien um 287 auf 15.097 Todesfälle gestiegen.

red/Agenturen

Bisher wurden demnach 468.332 Ansteckungen mit SARS-CoV-2 in dem 50-Millionen-Einwohner-Land nachgewiesen. Das peruanische Gesundheitsministerium meldete unterdessen mehr als 10.000 Neuansteckungen binnen 24 Stunden. Mit den 10.143 Fällen übertraf das Andenland den Rekord der täglichen neuen Fälle, der erst am Vortag mit 9.501 Neuinfektionen verzeichnet worden war. Die Zahl der Corona-Toten in Peru stieg den Angaben zufolge um 206 auf 26.281.

Im Nachbarland Bolivien überstieg die Zahl der registrierten Corona-Infektionen am Sonntag die Schwelle von 100.000 Fällen. Mehr als 4.000 Infizierte starben in dem Land bisher, wie der Berater des bolivianischen Gesundheitsministeriums, Rene Sahonero, vor Journalisten sagte. Er rechnet damit, dass die Zahl der Infektionen bis Mitte September auf 150.000 Fälle steigt.

Lateinamerika und die Karibik sind mit mehr als sechs Millionen nachgewiesenen Infektionen die am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Region der Welt, wobei noch dazu eine hohe Dunkelziffer vermutet wird. Die Rangliste in der Region führt Brasilien mit offiziell mehr als 3,3 Millionen Ansteckungen und mehr als 107.000 Todesfällen an. Weltweit gibt es nur in den USA höhere Fallzahlen.