Gericht in Rom lehnte Einspruch von Disco-Betreibern ab

Ein Verwaltungsgericht in Rom hat am Mittwoch einen Einspruch der Betreiber von Tanzlokalen gegen das Verbot der italienischen Regierung abgelehnt, Diskotheken aus Sorge um die Verbreitung des Coronavirus zu schließen. Der Regierungserlass, mit dem Discos bis 7. September geschlossen werden, sei rechtskonform, urteilte das Gericht.

red/Agenturen

Nachdem Italien seit Montag wegen der wieder steigenden Corona-Zahlen alle Diskotheken des Landes geschlossen hat, stehen die Betreiber von Tanzlokalen mit der Regierung auf Kriegsfuß. Sie beklagten erhebliche Schäden und eine „Kriminalisierung“ der Tanzlokale durch die Regierung.

„Man will die Diskotheken bestrafen, obwohl man sich auch am Strand, in Restaurants oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln ansteckt. Es ist offenkundig, dass nicht Discos das wahre Problem sind“, kritisierte der Präsident des SILB-Verbands, Maurizio Pasca, laut Medienberichten. Die Schließung der Lokale am Höhepunkt der Sommerzeit sei ein dramatischer Schlag für einen ganzen Sektor, der wegen des Lockdowns bereits schwere Schäden erlitten habe.

Vom Regierungsverbot betroffen, sind in Italien auch Stranddiscos im Freien und alle anderen Tanz-Events draußen. Außerdem ordnete die Regierung an, dass in der Zeit zwischen 18.00 Uhr und 6.00 Uhr auf Plätzen, wo sich in Italien gerne viele Menschen treffen, und bei Ansammlungen vor Lokalen eine Maskenpflicht gilt. Hintergrund der Verschärfung ist auch, dass sich in Italien zunehmend jüngere Menschen mit dem SARS-CoV-2-Virus anstecken.