Coronavirus

Wiener Stadion-Teststraße bleibt und wird ausgeweitet

Die am Sonntag ursprünglich für Kroatien-Rückkehrer errichtete Teststraße beim Wiener Ernst-Happel-Stadion bleibt bestehen und wird auf andere Zielgruppen ausgeweitet. Kostenlos auf das Virus testen können sich demnach ab sofort alle Personen, die von den Balearen zurückkehren, aber auch Personen aus Nicht-Risikoländern und anderen Bundesländern, teilte die Stadt am Freitag per Aussendung mit.

red/Agenturen
„Die große Nachfrage und die unkomplizierte Abwicklung haben uns darin bestärkt, dieses Angebot auszuweiten.“ Michael Ludwig (SPÖ), Wiener Bürgermeister

„Wien hat mit der Ausweitung des Testangebots beim Ernst-Happel-Stadion rasch und effizient reagiert. Die große Nachfrage und die unkomplizierte Abwicklung haben uns darin bestärkt, dieses Angebot auszuweiten“, betonte Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ): „Die Wienerinnen und Wiener, die von einer Reise zurückkehren, wissen oft nicht, dass sie infiziert sind. Ihnen wollen wir rasch und unkompliziert die Möglichkeit geben, Verantwortung zu übernehmen und Gewissheit zu haben.“

„Die Zahlen zeigen eindeutig, dass Reiserückkehrerinnen und -rückkehrer bei den Neuinfektionen in Wien - genauso wie in ganz Österreich - eine immer stärkere Rolle spielen. In Wien wollen wir genauer hinschauen und werden unser kostenloses Testangebot verlängern und die Zielgruppen ausweiten“, erklärte Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) in der Aussendung.

Wer erhält nun eine Gratis-Befundung? Testen lassen können sich ab sofort alle Personen mit Hauptwohnsitz Wien, die zwischen 14. August, 0.00 Uhr, und inklusive 23. August aus den Balearen zurückgekehrt sind bzw. zurückkehren. Für diese Gruppe gilt das Angebot bis inklusive 28. August. Für jene Rückkehrer, die ab dem 24. August von den Balearen zurückkommen, gelten die Einreisebestimmungen des Bundes.

Auch Wiener aus österreichischen Bundesländern können sich testen lassen

Zusätzlich werden auch all jene Wienerinnen und Wiener beim Stadion kostenlos getestet, die seit dem 14. August aus Nicht-Risikoländern zurückgekehrt sind. Das sind gemäß der Definition des Bundes Andorra, Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Monaco, Niederlande, Norwegen, Polen, San Marino, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien, Ungarn, Vatikan, Vereinigtes Königreich und Zypern.

Darüber hinaus können auch Personen zum Testcenter kommen, die mindestens vier Tage (ebenfalls ab 14. August) in einem anderen österreichischen Bundesland verbracht haben. Für diese beiden Gruppen ist das Angebot zeitlich nicht befristet. Für Kroatien-Rückkehrer läuft die Möglichkeit einer Gratis-Testung wie angekündigt mit dem heutigen Freitag aus. Dieser Tag war ursprünglich auch als Schließtag für das Stadion-Testcenter geplant.

Laut Aussendung wurden die Gratis-Befundungen bisher von 3.948 Menschen in Anspruch genommen. 3.614 Ergebnisse sind bereits ausgewertet, 68 davon fielen positiv aus. Die Teststation beim Ernst-Happel-Stadion ist weiterhin täglich von 6.00 bis 21.00 Uhr geöffnet. Mitbringen muss man einen Lichtbildausweis, die E-Card sowie den Meldezettel.

Tausende Gesundheitschecks an den Südgrenzen

An den Kärntner Grenzübergängen zu Slowenien und Italien sind am Samstag rund 7.000 Gesundheitschecks durchgeführt worden. Das gab das Land am Abend in einer Aussendung bekannt. Die genauen Kontrollen führten zu teils stundenlangen Wartezeiten, besonders betroffen war der Karawankentunnel. In Spielfeld an der Grenze zu Slowenien gab es hingegen nur wenig Verkehr.

Beim Grenzübergang Thörl-Maglern gab es auf der Südautobahn A2 962 Anhaltungen und 2.148 Gesundheitschecks. 13 Personen wurden in Heimquarantäne geschickt. Am Bundesstraßengrenzübergang Thörl-Maglern wurden 584 Anhaltungen sowie 510 Gesundheitschecks durchgeführt, in Quarantäne musste niemand. Am Wurzenpass gab es 263 Anhaltungen, 363 Gesundheitschecks, über 15 Personen wurde eine Heimquarantäne verhängt. Beim Karawankentunnel kam es zu 228 Anhaltungen, 245 Gesundheitschecks und 40 Quarantänen.

Im Bezirk Völkermarkt gab es rund 1.000 gesundheitsbehördliche Kontrollen. Am Loiblpass südlich von Klagenfurt wurden 500 Gesundheitschecks durchgeführt, 17 Personen wurden in Quarantäne geschickt. Am Grenzübergang Lavamünd kam es zu 2.378 Anhaltungen, 2.196 Gesundheitschecks, dabei wurde in vier Fällen Heimquarantäne verhängt.

In Spielfeld gab es hingegen keine Staus, wie Bezirkshauptmann Manfred Walch auf APA-Anfrage sagte. Aktuelle Zahlen bezüglich der Kontrollen lagen noch nicht vor. Von Donnerstag bis Freitag früh seien insgesamt 450 Fälle von Heimquarantäne registriert worden.

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