Soldaten seit drei Monaten am Flughafen Wien im Corona-Einsatz

Auf dem Flughafen Wien in Schwechat sind Soldaten seit mittlerweile drei Monaten im gesundheitsbehördlichen Assistenzeinsatz. Seit 25. Mai seien etwa 600.000 Passagiere von mehr als 8.500 Flügen kontrolliert worden, bilanzierte das Bundesheer am Montag. Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) bezeichnete die Unterstützung bei einem Besuch auf dem Airport als „absolut notwendig“.

red/Agenturen

Die Soldaten würden ihre Leistung „zum Schutz der Österreicherinnen und Österreicher“ erbringen, betonte die Ressortchefin. Den Behörden werde zur Verfügung gestellt, was notwendig sei. Rasch und mit entsprechender Mannstärke könne nur das Bundesheer reagieren, das freilich auch „noch nie so gefordert wie jetzt“ gewesen sei. Allein die Gesundheitsbehörden würden aktuell von fast 500 Soldatinnen und Soldaten unterstützt, sagte Tanner.

Auf dem Flughafen Wien seien derzeit 85 Angehörige des Bundesheeres tätig, erläuterte der Leiter des Einsatzstabes, Peter Dopler vom Militärkommando Burgenland. Sie besetzen u.a. vier sogenannte Behördeninseln im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft Bruck a.d. Leitha, an denen sie Passagiere bei gesundheitsbehördlichen Einreiseformalitäten unterstützen und Reisedaten bearbeiten. Nach der polizeilichen Grenzkontrolle sind neuerlich Soldaten am Zug.

Die Temperaturmessungen ankommender Fluggäste obliegen ebenfalls dem Heer. An diesem Checkpoint sind immer vier Uniformierte im Einsatz. Dopler sprach am Montag von 188 ankommenden Flügen pro Tag. In der ersten Woche des Assistenzeinsatzes in Schwechat vor mittlerweile drei Monaten habe es sich noch um nur fünf Maschinen täglich gehandelt.

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