Coronavirus

Portugals Regierungschef muss sich bei Ärzten entschuldigen

Nach abfälligen Äußerungen über Ärzte in der Corona-Krise hat sich Portugals Ministerpräsident António Costa offiziell bei den Gesundheitskräften entschuldigt. Er hoffe, dass die „Missverständnisse“ ausgeräumt seien, sagte Costa am Dienstag. Der Regierungschef hatte eine Gruppe von Ärzten, die in ein vom Coronavirus befallenes Altenheim geschickt wurden, als „Feiglinge“ bezeichnet.

red/Agenturen

In einem kurzen Video, das in Onlinenetzwerken verbreitet wurde, äußerte sich Costa abfällig über die Mediziner. Diese seien in das Heim geschickt worden, um ihre Arbeit zu erledigen. Aber "diese Typen, die Feiglinge, haben nichts getan", sagte er.

Die Ärztekammer wehrte sich gegen die Aussagen. Trotz fehlender Ressourcen hätten sich ihre Mitglieder nie geweigert, bei der Betreuung kranker, älterer Menschen zu kooperieren.

In Portugal wurden bisher knapp 56.000 Infektionsfälle gemeldet, mehr als 1.800 verliefen tödlich.

 

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Portugals Ministerpräsident António Costa musste sich nach unangebrachten und abfälligen Äußerungen bei Ärzten entschuldigen.
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