Coronakrise

Cluster in zwei Innsbrucker Altersheimen

In zwei Innsbrucker Alten- und Pflegeheime haben sich Coronavirus-Cluster gebildet. Im Wohnheim Saggen waren mit Stand Montagnachmittag mehr als 60 Personen - darunter Senioren und Mitarbeiter - betroffen. Einige Testergebnisse waren noch ausständig, teilte die Stadt in einer Aussendung mit. Im Wohnheim Olympisches Dorf wurden vier Bewohner positiv auf Covid-19 getestet.

red/Agenturen

Drei Senioren des Wohnheim Saggen mussten in der Innsbrucker Klinik behandelt werden. Bisher sei es aber zu keinen dramatischen Krankheitsverläufen gekommen. Der Hauptteil der positiv Getesteten sei symptomfrei bzw. leide an leichten grippeähnlichen Symptomen. Tirolweit waren aktuell 38 Senioren und 40 Mitarbeiter in Pflegeeinrichtungen Covid positiv. In Spitalsbehandlung befanden sich tirolweit vier Senioren.

Bürgermeister Georg Willi (Grüne) richtete angesichts dessen einen Appell an die Bevölkerung, die Hygienebestimmungen zu befolgen. Die steigende Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Senioren sei besorgniserregend, meinte der ressortzuständige Vizebürgermeister Johannes Anzengruber (ÖVP). Er bemühe sich gemeinsam mit den Innsbrucker Sozialen Diensten (ISD) um Antigentests für Seniorenheime.

Bei Aufkommen der ersten Verdachtsmomente werden standardmäßig lückenlose Tests unter den Bewohner sowie dem Pflegepersonal angeordnet und durchgeführt, erklärte Anzengruber das Vorgehen. Die positiv getesteten Heimbewohner kommen in Einzelisolierung in ihren Zimmern. Diese werden ausschließlich von Pflegefachkräften und medizinischem Personal in Schutzkleidung betreten.