Coronakrise

Maßnahmen in Israel werden verlängert, Tschechien mit 8000 Neuinfektionen

Die Lockdown-Restriktionen in Israel werden vorerst bis kommenden Sonntag verlängert. Dies teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu in der Nacht auf Mittwoch nach einer Sitzung des sogenannten Coronavirus-Kabinetts mit. Am Donnerstag soll über erste Lockerungen beraten werden.

red/Agenturen

Dazu zählen unter anderem die Öffnung von kleinen Geschäften ohne Publikumsverkehr und von Kindergärten. Die Lockerungen sollen schrittweise erfolgen.Die Regierung war nach dem ersten Lockdown im Frühjahr für vorschnelle und zu umfassende Erleichterungen kritisiert worden. Die Pandemie verlief in Israel zunächst glimpflich, auch wegen eines strikten Kurses der Regierung. Nach Lockerungen und einer massiven Zunahme der Fallzahlen im Laufe des Sommers gilt seit dem 18. September ein zweiter landesweiter Lockdown.

Zuletzt zeichnete sich ab, dass die Zahl der Neuinfektionen abnimmt. Das Gesundheitsministerium wies Mittwochfrüh 2.255 neue Fälle aus. Von allen Tests fielen 5,4 Prozent positiv aus. Diese Zahl lag so niedrig wie seit Wochen nicht mehr - im Laufe des Lockdowns war sie teils deutlich über 13 Prozent gelegen. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich in Israel mit seinen rund neun Millionen Einwohnern nach offiziellen Angaben mindestens 297.274 Menschen nachweislich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert, 2.055 Menschen starben an oder mit einer Coronavirus-Infektion.

In Tschechien hat das Gesundheitsministerium am Mittwoch unterdessen 8.325 neue Positiv-Tests gemeldet. Das ist der bisher zweithöchste Wert in dem Land mit 10,7 Millionen Einwohnern. Die Gesamtzahl der Fälle liegt inzwischen bei 129.747. Bisher starben 1.106 Menschen, die positiv getestet wurden. Zu Monatsbeginn waren es noch 696 Todesfälle.

In Bulgarien lag die Zahl der Neuinfektionen das vierte Mal innerhalb einer Woche auf Rekordniveau. Die Zahl der Fälle steigt nach offiziellen Daten um 785 auf insgesamt 25.774. Bisher starben 923 Menschen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Aktuell befinden sich 1.307 Menschen in Krankenhäusern, 63 davon auf Intensivstationen.

 

 

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