Coronavirus

Elf ungarische Fälle irrtümlich Kärnten zugerechnet

Ein am Mittwoch gemeldeter, deutlicher Anstieg der Coronaviurs-Zahlen in Kärnten mit 72 Fällen ist nicht richtig gewesen. In Wahrheit gab es 61 Neuinfektionen. Elf Fälle hatte das Computersystem dem Bezirk Wolfsberg zugeordnet. Diese Infizierten leben aber in Wahrheit im ungarischen Sopron. Sie wurden in Österreich getestet, ihre Daten flossen in die Statistik. Und weil Sopron und Wolfsberg mit 9400 die gleiche Postleitzahl haben, wurden sie Kärnten zugerechnet.

red/Agenturen

Diese irrtümliche Zuordnung sei in der Vergangenheit schon mehrfach passiert, sagte Gerd Kurath, Leiter des Kärntner Landespressediensts, zur APA. Sie müsse im Nachhinein immer korrigiert werden. Bisher sei es aber immer um einzelne Fälle gegangen. Nach der Korrektur hält Kärnten aktuell bei 287 aktiven Coronavirus-Fällen.

Einen vollständigen Überblick, was die Neuinfektionen in Kärnten für die bekannten Cluster bedeuten, gab es zu Mittag noch nicht. Im Krankenhaus Friesach gab es einen Covid-19-Fall, sagte Kurath. Der steirische Patient wurde zu früh in sein Heim im Bezirk Murau überstellt - noch vor Vorliegen des letztlich positiven Testergebnisses, das man nicht abgewartet hatte. Die „Kleine Zeitung“ hatte von dem Fall bereits berichtet. So etwas solle nicht mehr vorkommen, meinte Kurath. Vier Patienten und fünf Mitarbeiter im Krankenhaus Friesach wurden wegen des Kontakts getestet, sie befinden sich in Quarantäne. Erste Testergebnisse waren negativ. Bei den Mitarbeitern handelt es sich um Schlüsselarbeitskräfte, weshalb sie in „Arbeitsquarantäne“ weiter ihren Dienst versehen.